Denkmal-Kommission beschließt Material und weitere Gestaltungsdetails

Kerbbrunnen: Unterm Dreigestirn plätschert Wasser

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So soll der Kerbbrunnen aussehen. Neben dem Dreiergestirn aus Bronze hat die Komission auch über Materialien diskutiert.

Groß-Zimmern - Nachdem der Kerbverein angeregt hatte, im Rahmen der Sanierung des Rathausplatzes ein Denkmal für das Fest der Feste im Ort zu errichten, wurde eifrig geplant. Von Gudrun Fritsch 

Der Entwurf des Zimmerner Künstlers Hermann-Josef Klober wurde öffentlich vorgestellt, als Standort für das Werk einigte man sich auf eine Fläche zwischen Parkplatz und Rathaus. Über weitere Gestaltungsdetails hat die Brunnenkommission jetzt entschieden. Derzeit stehen die Plätze um das Rathaus in keinem guten Licht. Wegen der Umgestaltung wurden im Dezember die Bäume gefällt und der Zutritt deshalb durch Zäune verhindert. Doch seitdem tut sich eigentlich nichts. Viele Bürger kritisieren, dass so viele Parkplätze entfallen, die bis zum Arbeitsbeginn noch genutzt werden könnten.

Über das Gesamtkonzept hat der LA ausführlich berichtet, darin eingebettet ist auch das geplante Denkmal, das von der eigens gegründeten Brunnenkommission vorgeschlagen wurde. Das Gesamtwerk soll eine Höhe von 2,50 Metern erreichen. Der runde Brunnen ist mit drei Metern Innendurchmesser und einer 40 Zentimeter hohen Einfassung geplant, die zum Sitzen einladen soll. Der äußere Rand soll 45 Zentimeter hoch und 40 Zentimeter breit sein. Der Beckenring wird in der Außenansicht in Sichtbeton hergestellt und erhält eine knapp zehn Zentimeter dicke Blockabdeckung.

Die konkrete Farbauswahl sei erst nach Abschluss aller Arbeiten möglich, teilt die Kommission mit. An den Außenseiten des Beckens sollen in alle vier Himmelsrichtungen Symbole angebracht werden. Neben dem Ortswappen sollen die evangelische Kirche, der Kerbkranz und als viertes „Drutschelmütze, Burschenkabbe und Zylinder“ zu sehen sein.

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In der Mitte steht auf einem quadratischen Sockel mit überlappender ebenfalls quadratisch flacher Platte ein spitzer Würfel, auf dem Klober das Dreigestirn der Zimmerner Kerb platziert hat: den Kerbvadder mit Zylinder, den Mundschenk mit einem Glas und das Kerbmädchen, das die Schärpe in die Höhe hält. Darauf ist zu lesen: „Die Zimm’ner Kerb – sie lääwe hoch!“ Die grauen Würfel und Blöcke sollen in Granit – möglichst aus dem Odenwald – hergestellt, die Oberflächen des mittleren Blocks zudem geschliffen und poliert werden. Die Figuren für das Dreigestirn sollen in acht Zentimetern Dicke als Relief modelliert in Bronze gegossen werden. Der Wasseraustritt wird auf dem mittleren Block an drei Stellen unterhalb der Würfelkante angelegt.

Auf der mittleren Blockebene wird das Wasser aufgefangen, über eine Überfallkante zum Becken abgeleitet und anschließend breit über eine Armatur fließen und das Becken 25 Zentimeter hoch ausfüllen. Geht es nach der Kommission, so wird der Brunnen von drei neutral weißen Strahlern in der Bodenplatte beleuchtet. Zur Finanzierung des Denkmals wird es noch einige Aktionen geben.

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