Veräppelt mit Bauernweisheiten

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Meike Schäfer outete sich als Frau eines Rentners.

Klein-Zimmern (bea) ‐ Äußerst unzufrieden zeigte sich Fastnachterin Meike Schäfer mit ihrem Mann. „Das war mal die große Liebe, war mein Leben, war mein Traum, heute ist er nur noch zu gebrauchen als Vogelscheuche im Kirschenbaum“, stöhnte die Klein-Zimmernerin über ihren Rentner daheim.

Derlei bissigen Formulierungen über den Gatten konnten die Fastnachter am Samstagabend im Feuerwehrhaus bei der närrischen Sitzung des Gesangvereins hören und sie lachten Tränen. Stürme der Begeisterung gab es auch beim selbsternannten König des Ortsteils. Der nahm sich nicht nur das Klein-Zimmerner Geschehen vor, sondern auch so manchen Bürger ganz genau unter die Lupe. „Ein König kennt schließlich sein Volk und muss wissen, was so im Ort los ist“, so Bardo Kunkel.

Auf seiner Liste standen der Birkenhof, der fastnachtsmäßig mit Bauernweisheiten veräppelt wurde, aber auch Gesangvereinsvorsitzende Gisela Millmann, die als „Präsidentin“ durch den närrischen Abend führte. Millmann stieg auch selber in die Bütt und outete sich als Ärztin, die aus ihrem abwechslungsreichen Alltag erzählte. Obduktionen, Pilzvergiftungen und Rizinus standen auf ihrem Tagesplan.

„Heute brummt der Bär“

Tolle Stimmung herrschte bei der Fastnachtssitzung des Gesangvereins Klein-Zimmern.

Evelyn Biek hatte einen Tanzkurs mit ihrem Gatten gebucht, mit dem erhellenden Ergebnis, dass sie lieber zu Hause mit ihrem Ehegespons in Schlappen tanzt als in den High Heels auf einem großen Ball.
Elisabeth Schaffer hatte sich der Heimatsprache, auch Dialekt genannt, zugewandt und gab den Eingeplackten im Publikum ein wenig Nachhilfeunterricht.

Musikalisch eröffnete naturgemäß der Gesangverein mit einem Fastnachtschor den Abend. „Heute brummt der Bär“ war die Vorgabe und die närrischen Gäste stiegen mit Begeisterung ein. Bereits zum dritten Mal entzückte Hermann Maiberger als Alleinunterhalter die Klein-Zimmerner Gäste mit seiner gekonnten Stimmungsmusik.

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