Abschied von der Kerb

Vergraben bis nächstes Jahr

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Der Kerbzylinder ist abgesenkt, das Ende der Klein-Zimmerner Kerb eingeläutet.

Klein-Zimmern - Es ist immer ein trauriges Ereignis, wenn ein Fest zu Ende geht, aber manche Klein-Zimmerner sehen am Dienstagabend die Kerb mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf einem kleinen Traktor mit Anhänger verschwinden. Von Ulrike Bernauer

Wie es Tradition ist, übergibt der Kerbverantwortliche, in diesem Jahr Benjamin Rotter, das kupferne T, in dem die Kerburkunde verstaut wird, an Walter Götz, der wie auf einem Thron auf einem Hänger eines kleinen Traktors Platz genommen hat und die Kerb verschwindet um die Ecke.

Bilder zur Kerb

Kerb in Klein-Zimmern

„Hoffentlich merken wir uns die Stelle, wo wir sie vergraben bis zum nächsten Jahr, damit wir sie wiederfinden“, scherzt schon vor der Abfahrt Traktorfahrer Joachim Köbel. Bis jetzt hat sich das Kerbduo Götz und Köbel aber immer die Stelle gemerkt. Sie kämen sonst wohl auch in arge Schwierigkeiten, denn ohne das Verlesen der Kerburkunde gäbe es in Klein-Zimmern schlicht und einfach keine Kerb.

Frühschoppen bis in den Abend

Nach der Kerbrede am Sonntag, die Kerbvater Anja Africh vortrug, feierten die Klein-Zimmerner fröhlich auf dem Platz am Feuerwehrhaus. Ein wenig angeschlagen  kam  so mancher Bürger am Montagmorgen zum  Frühschoppen, den Ortsvorsteher Markus Geßner mit dem Bieranstich einläutete.

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Mundschenk mit Zöpfen

Der Frühschoppen ging bis in den Abend und auch deshalb ist so mancher auch froh, dass die Klein-Zimmerner Kerb nun für dieses Jahr ihr Ende findet. Heiser sind einige vom vielen „Kerbhochlebenlassen“ und sie freuen sich darauf, ihre Stimme guten Gewissen schonen zu können.

Jubel und Geschrei gibt es aber dann doch noch mal an diesem Abend, schließlich will das Feuerwerk zum Ende der Kerb auch entsprechend gewürdigt werden.

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