Goldene Hochzeit

Verliebt in einen Küchenchef

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Anke und Klaus Richter feiern heute Goldene Hochzeit.

Groß-Zimmern - Als Anke Richter ihren künftigen Ehemann Klaus im Juni 1963 in einem Hamburger Jazzlokal kennenlernte, war nicht abzusehen, welche Wende ihr Leben durch ihn nehmen würde: von der Wohnungs- und Hausmaklerin in Hamburg zur Restaurantbesitzerin in Groß-Zimmern.

Am heutigen Donnerstag, 10. April, feiert das Ehepaar Goldene Hochzeit. Dabei hätte alles auch ganz anders ausgehen können, denn Klaus Richter musste am nächsten Tag zurück auf die „Cap Verde“, um bis Februar 1964 als Küchenchef über die Weltmeere zu reisen. Mit Briefen blieben sie in Kontakt, die per Luftpost an Bord gebracht wurden. „Ich wusste gar nicht, dass er das bezahlen musste. Und günstig war es nicht“, erinnert sich Anke Richter schmunzelnd. Die Briefe von damals haben sie gut aufbewahrt.

Gemeinsame Arbeit schweißte zusammen

Wieder in Hamburg verbringt Klaus 1964 eine Woche mit Anke. Dann fährt er zurück nach Darmstadt und will sich selbstständig machen. „Er hat angerufen und erzählt, dass er sich selbstständig machen möchte, und mich gefragt, ob ich ihn heiraten will“, erzählt die Jubilarin von dem Heiratsantrag, den er ihr so fast beiläufig macht. Und sie will. Anfang März sind die beiden verlobt und am 10. April 1964 wird in Hamburg geheiratet. Seitdem hat sich viel getan. Zwei Töchter wurden geboren, außerdem vier Enkelkinder. Klaus und Anke Richter machten sich 1968 mit der Mensa der damals neu gebauten Fachhochschule in Dieburg selbstständig, 1976 kauften sie das Restaurant „Georgi“ in Groß-Zimmern. „Die Dieburger hätten uns gerne behalten, aber wir haben uns in das Haus verliebt“, sagt der Gastronom im Ruhestand.

Auch ehrenamtlich waren Richters tätig, zum Beispiel als Laienrichter am Darmstädter Arbeitsgericht. Anke Richter war Präsidentin des Restaurant- und Hotelfachkräfte-Vereins, er Ausbildungsberater der IHK Darmstadt. Haben die beiden Tipps für eine gute Ehe? „Das ist von Paar zu Paar unterschiedlich, glaube ich“, sagt Anke Richter. „Wir haben immer viel gearbeitet, das schweißt zusammen.“

jg

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