Verregneter Start in den Wonnemonat

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Chorus Line sang mal nicht, dafür waren die Sänger in Zimmern mit dem Fahrrad unterwegs. Auch die Birkenruhe gehörte zu ihren Zielen.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Regenfeste Unterstellplätze waren gefragt an diesem 1. Mai. Starteten die Radler von der SPD auf dem Roten Platz noch bei trockenem Wetter, so trübte es sich um die Mittagszeit ein, um schließlich zeitweise auch ordentlich zu regnen.

Die SPD-Radler waren allerdings gerüstet, Regenzeug hatte einer von ihnen noch nachträglich geholt. Das Warten auf den Nachzügler versüßte der Wirt des Eissalons auf dem Roten Platz mit viel Musik. Zur „Internationalen“ starteten die roten Radler schließlich. Wohin die Strecke führt, war noch nicht ganz klar, erst mal zur Viktoria „und dann sehen wir weiter“, so Dieter Emig.

Mit dem Rad waren auch zahlreiche Sänger von Chorus Line von der Chorgemeinschaft an die Birkenruhe gekommen. „Wir wollen heute mal alle Zimmerner Vereine besuchen, die eine 1. Mai-Veranstaltung durchführen“, sagte Dirk Heimburger, „schließlich sollten wir uns alle gegenseitig unterstützen“. Gestärkt mit Kuchen wollten die Radler dann weiter, ein Platten verzögerte den Aufbruch. In Nullkommanichts hatten allerdings zwei Sänger den Schaden behoben. „Ich wusste gar nicht, wie viele Talente ihr habt“, staunte Heimburger.

Fahrrad das Transportmittel Nummer eins

Das Fahrrad war am Samstag das Transportmittel der Wahl. Auch viele Kerbborschte-Jahrgänge waren mit dem Radel unterwegs und machten auch bei der Feuerwehr Station. Die hatte, anders als die anderen Vereine schon am Freitagabend mit einem „Warmup“ in den Mai begonnen. Startete der erst etwas zögerlich, so war am späten Abend die Fahrzeughalle gerappelt voll, die Bänke draußen blieben weitgehend frei.

Die sonst beim Backfischfest heiß begehrten Plätze direkt am Teich blieben diesmal fast frei. Nur einige ganz Wetterfeste freuten sich über den Ausblick auf den Anglerteich.

Dasselbe Bild gab es um die Mittagszeit des ersten Tages des Wonnemonats. Die Bierbänke in der Fahrzeughalle waren gut besetzt, draußen trotzten nur einige Unentwegte dem Regenwetter. Das Steak oder die Wurst schmeckten auch drinnen, Vorführungen, beispielsweise der Jugendfeuerwehr, die nach draußen lockten, gab es in diesem Jahr nicht. Einzig die Kinderbelustigung fand statt, das Fallklappenspritzen reizte aber eher die Kerbborschte als die ganz jungen Besucher der Feuerwehr.

Vereine machen das Beste aus den Wetterverhältnissen

Am Anglerteich blieben die sonst beim Backfischfest so begehrten Plätze direkt am Ufer eher leer. Eine Familie trotzte dem Regen und freute sich, geschützt von Regenschirmen über die Vorzugsplätze. Alle anderen drängelten sich unter den großen Sonnenschirmen, unter dem Plexiglasdach oder speisten Kuchen im trockenen Anglerheim.

Wetterbedingt blieben die Plätze im Freien unbesetzt. Dafür war die Fahrzeughalle der Feuerwehr gut besucht.

Schade für unsere Jugend“, bedauerte einer der Angler, „an so einem Tag nehmen wir doch weniger ein“. Der Erlös des ersten Mais fließt bei den Anglern traditionell in die Kasse der Jugendlichen und wird beispielsweise für die Finanzierung einer Jugend-Freizeit verwendet.

Aber so ganz unzufrieden waren die Angler nicht, es hätten zwar mehr Besucher kommen können, aber der Zuspruch war doch rege. „Das Wetter können wir eh nicht ändern“, sagte einer der Fischspezialisten.

So sahen es auch die anderen Vereine, die sich zwar besseres Wetter gewünscht hatten, aber nun das Beste aus dem Tag machten.

Ihre Besucher ließen sich ebenfalls nicht die Laune vom nicht gerade strahlenden Maiwetter vermiesen: „Wir nehmen es, wie es kommt und haben allemal unseren Spaß“, war die vorherrschende Auffassung.

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