Verkauf des alten Schulhauses in der Wilhelm-Leuschner-Straße ab März perfekt?

Vertrag nur ohne Mieter

Noch ist das Schulhaus bewohnt. Sobald die Mieter raus sind, wird der Kaufvertrag unterschrieben. Foto: Fritsch

Groß-Zimmern (guf) - Der Landkreis Darmstadt-Dieburg arbeitet mit Hochdruck daran, seine Schulen für Ganztagsangebote fit zu machen. Dabei gehe es um mehr als Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung.

„Wenn Schüler künftig auch nachmittags an den Schulen lernen, stellt das neue Anforderungen an die Raumkonzepte und die Außenbereiche unserer Schulen“, berichtet Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann (Bericht zur Situation der Kreisschulen auf Seite 7).

Seit einiger Zeit gibt es auch an der Friedensschule in Groß-Zimmern die „Pädagogische Mittagsbetreuung“ (PäM). Gestemmt wird die PäM gemeinsam mit dem Arbeitersamariterbund (ASB), der auch als Träger der betreuenden Grundschule „Pfiffikus“ agiert. Zum Gelingen wirken jedoch viele weitere Beteiligte mit.

Vom Schulträger gab es eine Küchenausstattung, sodass ein Mittagessen in der neuen Schulmensa angeboten werden kann. Bisher wurden die Pavillions als Provisorium genutzt. Um Raum für das Ganztagsangebot an der größten Zimmerner Grundschule zu schaffen, wird der Landkreis die „Alte Schule“ für 370 000 Euro von der Gemeinde Groß-Zimmern übernehmen, „sobald der Bürgermeister den Kaufvertrag vorbereitet hat“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises. „Der ist doch längst fertig“, erklärt Bürgermeister Achim Grimm und erläutert, woran es liegt, dass bisher keine Unterschriften unter dem Vertrag stehen. Das ehemalige Schulhaus in der Wilhelm-Leuschner-Straße 11 wurde zwischenzeitlich zu Wohnzwecken genutzt.

Derzeit beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude noch eine Familie mit vier Kindern. „Es war gar nicht so einfach, eine passende Wohnung zu finden“, so Grimm. Doch auch dieses Problem wurde gelöst. Ab März werde das Haus leer stehen, dem Verkauf stehe dann nichts mehr im Wege. Eine größere zeitliche Verzögerung sieht Schuldezernent Fleischmann dadurch jedoch nicht.

Das Gebäude soll zunächst umfassend saniert werden. Dafür sieht der Kreis eine Millionen Euro vor. Die Bausubstanz sei nicht schlecht. Der Innenraum müsse entkernt, das alte Treppenhaus wieder hergestellt und ein Fahrstuhl eingebaut werden, so Fleischmann. Ob es einen großen Saal für die Mensa geben werde oder die Raumeinteilung erhalten bleibt, damit auch außerhalb der Essenszeit besser Betreuungsangebote laufen können, ist noch nicht entschieden. Das Raumprogramm soll mit der Schule abgestimmt werden, denn „hierbei ist auch die pädagogische Seite wichtig.“ Wenn die Planung abgeschlossen ist, könnte eventuell im Spätherbst mit den Arbeiten begonnen werden, so dass eine Nutzung 2013 möglich wird.

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