Viehtrieb auf der Reeperbahn

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Der AH-Chor „Viehtrieb“ probt mit Schlagzeug und Schifferklavier „Auf der Reeperbahn...“

Groß-Zimmern ‐ Jetzt heißt es aber beeilen, wer noch zum Kappenabend des FSV Groß-Zimmern will: „Schon drei Viertel aller Eintrittskarten sind weg“, sagt Harald Haas, der den Ticketverkauf beim Fußballsportverein leitet. Das heißt im Klartext: Nicht mehr viele der 220 Karten für die FSV-Veranstaltung am Freitag, 5. Februar, sind zu haben, was sowohl für Sitz- als auch für Stehplätze gilt. Von Jens Dörr

Mit den rund 60 Bühnenaktiven dürfte es also knackig voll werden bei der närrischen Veranstaltung, die wie in den vergangenen vier Jahren in der Athletenhalle stattfindet. „Ich finde es gut, dass sich die Zimmerner Vereine gegenseitig mit der Halle helfen“, lobt Haas den Athletenverein „Vorwärts 05“, an den man lediglich einen kleinen Obolus entrichtet. Was einst als Fastnachtsveranstaltung der Altherren-Abteilung (AH) des FSV im Vereinsheim in der Waldstraße begann, wanderte 1980 in die benachbarte Rad- und Rollsporthalle, ehe der Kappenabend schließlich in der Athletenhalle stattfand. „Schon nach der Kerb haben wir mit den Vorbereitungen begonnen“, berichtet Haas vom Aufwand, der am Ende in eine rund vierstündige Veranstaltung münden soll - die anschließende Feier nicht eingerechnet: „Nach dem Kappenabend ist die Bar in der Halle immer gerappelt voll“, berichtet das FSV-Mitglied aus Erfahrung.

Bewirtung übernimmt der Fußballverein ebenfalls selbst

Für den „Kappenabend“ selbst, den man auch „Kappensitzung“ nennen darf, kündigt Haas einen „Mix aus Zimmnern und Auswärtigen“ auf der Bühne an mit Musik, Tanz und Wortbeiträgen. Haas selbst wird auch auf der Bühne stehen: mit dem AH-Chor „Viehtrieb“, der mehr als 20 Mann stark ist und unter der musikalischen Leitung von Ludwig Göbel und Herrmann Kauk steht. Seemannslieder werden die kraftvollen Stimmen darbieten, schon seit Wochen schmettert bei den Proben „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ durch die Athletenhalle.

Das Sagen beim Kappenabend wird derweil Sitzungspräsident Stephan Bruno haben, Thorsten Müller sorgt mit dem Schifferklavier für die musikalische Umrahmung.

Im Publikum werden sich laut Aussage von Haas dann nicht nur FSV-Mitglieder befinden, denn „bei den Zuschauern geht es querbeet.“Sie alle dürfen sich auf einen kurzweiligen Abend freuen, von dessen Programm im Vorfeld noch nicht allzu viel verraten werden soll. „Wir hatten sogar schon Vortragende da, die im Fernsehen aufgetreten sind“, beschreibt Haas die Qualität der unterschiedlichen Programmpunkte und formuliert dann augenzwinkernd: „Der Kappenabend des FSV Groß-Zimmern ist ein Sprungbrett fürs Fernsehen.“

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