Toben, turnen und Schnitzeljagd / Nur das Laufen ist nicht sehr beliebt

Viel Bewegung für die Ferienspielkinder im Wald

Ganz schön rund geht es für die Ferienspielkinder an der Birkenruhe.Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern - (bea) „Ich kenne die Birkenruhe“, sagt Cosimo. Der Siebenjährige ist mit seinen Eltern öfters im Wald, heute ist er allerdings mit den Ferienspielen der Kinder- und Jugendförderung an der beliebten Wald-Freizeitstätte.

Ferien-Abenteuerland heißt das Motto dieser Woche und dazu gehört ein ganzer Tag im Wald. Morgens sind die gut 30 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit ihren Betreuern am Jugendzentrum losmarschiert. Nicht ganz ohne Murren, denn die meisten laufen nicht gern. An der Birkenruhe gefällt es ihnen jedoch gut, die Spielgeräte sind alle dicht umlagert.

Das kleine Karussell ist gut besetzt mit Kindern. Auf dem großen Autoreifen, der an einem Seil schwingt, stehen vier Kinder und juchzen, wenn sie von den anderen in schnelle Schwingungen versetzt werden. Einer steigt dagegen ab und stöhnt, „mir ist schlecht“.

Die neunjährige Laura hat schon in der letzten Woche an den Ferienspielen teilgenommen. Bei den Schaukelponys hat sie im Zirkusprojekt mitgemacht, aber im Wald gefällt es ihr auch sehr gut. „Wir gehen öfter in den Wald, aber bei Darmstadt, da kennt sich die Mama besser aus“, sagt die Schülerin.

Jessica (10) hat auch an der Zirkuswoche teilgenommen, „die hat mir noch ein bisschen besser gefallen, als der Wald“. Sie geht mit ihrer Familie kaum in den Wald, dafür fährt sie häufiger mit ihrem Papa Fahrrad.

Beide Mädchen freuen sich schon auf das Nachmittagsprogramm. Da gibt es eine Schnitzeljagd. Die beiden Betreuer Anika Pelletier und Markus Psczolla haben sich die Strecke ausgedacht, Absperrband und Wollfäden haben sie hierfür an die Bäume gebunden. Der Schatz der gefunden werden muss ist ein Glas mit grünen Kugeln. „Müssen wir da laufen?“, fragt Laura und Betreuerin Pelletier lacht.

Ritchie kommt in der Zwischenzeit aus dem Wald gestürzt und bringt einen toten Vogel auf einem Holzstück mit. „Bring den wieder zurück“, ist die Anweisung der Betreuerinnen. Die beiden Laubfrösche, die Fabian und Finley gefunden haben, werden hingegen genau betrachtet. In einer gelben Plastikschale haben die beiden Siebenjährigen den winzigen Hüpfern ein Bett aus Moos bereitet und zum Fressen einen Pilz hingelegt. Einträchtig ziehen die Jungen, nachdem ihr Fang ausgiebig bestaunt wurde, wieder in den Wald, um die kleinen Frösche freizulassen.

Bogenschießen, ein Klettergang in der Kletterhalle des TV stehen noch auf dem Programm für die nächsten Tage. Besonders freuen sich die Kinder auf einen Besuch bei der Feuerwehr und sie hoffen alle auf warmes Wetter. Dann gibt es als besondere Attraktion eine Wasserschlacht.

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