Viel Prominenz, aber wenig Publikum

+
Grüne Prominenz in der Obermühle vor überwiegend schwarzem Publikum. 

Groß-Zimmern (guf) - „Musik und Meinungen“ lautete das Motto für das Sommerfest von Bündnis 90/die Grünen am Samstag in der Obermühle. Beides war reichlich vorhanden, nur an Publikum und an Unterstützung aus den eigenen Reihen fehlte es dem Fest.

„Wir hätten uns natürlich mehr Zuspruch erhofft, aber es war aus unserer Sicht an der Zeit, mal wieder ein solches Fest mit grünen Inhalten anzubieten“, berichtete Ortsvereins-Sprecher Reiner Raab. Insgesamt beschreibt er die Veranstaltung mit promintenten Gastrednern der Grünen aus dem Landtag sowie dem Bundestag jedoch als „gelungen“.

Der Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Christel Fleischmann eröffnete den Reigen der Redner. Er referierte über die Schulen im Landkreis und betrachtete das Thema „Straßenbahnanbindung nach Groß-Zimmern“. Die Landesvorsitzende der hessischen Grünen, Kordula Schulz-Asche, beschrieb brisante Themen ihrer Landtagsarbeit. Die beiden Bundestags-Abgeordneten Priska Hinz und Daniela Wagner kritisierten mit einem: „Sie müssen schon entschuldigen“ in Richtung CDU-Tisch die Schwarz-Gelbe Koalition im Bund und warf ihr in wesentlichen Punkten der Haushaltsführung und der Energiewende markante Fehler vor.

Die Zimmerner Mitglieder der CDU-Fraktion und Bürgermeister Achim Grimm waren der Einladung so zahlreich gefolgt, dass die Schwarzen tatsächlich stärker vertreten war als die Grünen. Auch die eingeladenen Kreis-Vertreter der Grünen hatten entweder kein Interesse oder besseres zu tun - sie blieben der Veranstaltung fern. Etwas befremdlich wardiese Situation wohl schon für die angereisten Gastredner. Doch die fetzige Musik der Groß-Zimmerner Hirschbachgang sorgte für gute Stimmung und am Rande gab es noch ein nettes Wiedersehen. Wagner erkannte in Musiker Jürgen Henning ihren ehemaligen Fahrlehrer wieder.

Kommentare