Angler begutachten beim Grenzgang die Gewässer und machen Rast in Dieburg

Zu viel Schlamm in der Gersprenz

Selbstverständlich wurde beim der Grenzgang an der Obermühle Halt gemacht. Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern - Die erste Station des Grenzgangs der Angler am Sonntag ist an der Obermühle. Das Wehr schauen sich die Fischfreunde an und die Älteren erinnern sich noch daran, wie hier früher Strom produziert wurde. Von Ulrike Bernauer

Das ist allerdings schon lange nicht mehr der Fall und jetzt trennt nur noch das Wehr die beiden Gebiete der Gersprenz in Groß-Zimmern. „Unterhalb der Obermühle zwischen Zimmern und Dieburg ist es am fischreichsten“, sagt der Vorsitzende Patric Altenburg. Wo genau die dicksten Brocken sich im Gewässer aufhalten, will er natürlich nicht verraten, sonst kämen nämlich „noch mehr Schwarzangler“.

Sorgen bereitet den Anglern, dass die Gersprenz immer mehr verschlammt. So wird der Wasserstand zunehmend flacher und natürlich auch sandiger. Negativ ist das nicht nur für die Jagd mit Fliege und Wurm, das Gewässer fließt so noch schneller und birgt damit mehr Gefahr für die Gemeinde bei Hochwasser.

Auch die Renaturierung der Gersprenz zwischen Klein-Zimmern und Reinheim findet nicht die ungeteilte Zustimmung der Angler. Dort sei das Wasser zu flach und hell, es gebe zu wenig Bäume. Aus Angst vom Kormoran oder Reiher verspeist zu werden würde sich hier kein Fisch länger aufhalten. Unterhalb des Wehres plädiert Altenburg für ein Ausbaggern der Gersprenz. An der Obermühle sei das Wasser früher drei Meter tief gewesen, die Leute hätten dort schwimmen können, heute wären es nur noch 30 Zentimeter unsd im Sommer könnte man an dieser Stelle locker durchs Wasser gehen. .

Von der Obermühle wandern die Angler weiter zum Gailsloch, wo im Sommer die Kerbborschte getauft werden. Richtung Dieburg wenden sich die Angler in diesem Jahr, nachdem sie in den vergangenen Jahren mehr Richtung Reinheim marschiert sind. Die Renaturierungsarbeiten wollten schließlich beobachtet werden.

Hauptzweck des Grenzgangs ist es, den neuen Mitgliedern einmal die „Reviergrenzen“ der Zimmerner Angler zu zeigen.

Aber auch viele langjährige Mitglieder gehen mit. Der Grenzgang ist für den Verein immer zugleich eine gesellige Veranstaltung. Eine Stärkung gibt es deshalb auch schon auf halber Strecke, bei Dieburg wird Rast gemacht.

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