Ein Familienfest aller Generationen / Wunschliste für den Pausenhof

Viele Ehemalige beim Geißbergschul-Jubiläum

Tänze aus Omas Zeiten zeigten die Schüler der Geißbergschule zum 100. Geburtstag. - Foto: Friedrich

KLEIN-ZIMMERN J Kinder , Eltern und das Kollegium der Geißbergschule, ehemalige Schüler und Ehrengäste, Vereinsvertreter und Kindergarten, kurzum viele Menschen der Gemeinde feierten gemeinsam am Samstag den 100. Geburtstag der Grundschule. Von Ursula Friedrich

Ein kunterbuntes Schulfest mit Vertretern aller Generationen wurde in einem gemeinsamen Kraftakt organisiert und ausgerichtet.

Um Spielemarathon und Ausstellungen, Präsentationen und Schlemmereien, Vorführungen und mehr zu stemmen, zogen viele Mitstreiter an einem Strang.

Das „großartige Miteinander“ aus Elternschaft, Förderverein, Gemeindemitgliedern und weiteren Vereinen, wie Schulleiterin Angelika Klindt gerührt bilanzierte, „spiegelt Zusammenhalt und familiären Charakter der Grundschule“.

Einheimische haben hier in ihren Kindertagen die Schulbank gedrückt und kamen nun zum Fest, das Enkelchen an der Hand. Zu den Ehrengästen gehörte neben offiziellen Vertretern der pensionierte Lehrer Josef Zimmermann. 41 Jahre lang, von 1946 bis 1988, lehrte er jungen Menschen ABC, Einmal-eins und mehr - und kam wie selbstverständlich zum Fest.

In einer Bilderschau der Schülerjahrgänge von früher bis heute entdeckten viele Besucher ehemalige Klassenkameraden und Freunde.

In einer vorangegangenen Projektwoche hatten die 57 Kinder der Schule das Thema Schule früher und heute aufgearbeitet. Die Ergebnisse: eine kolossale Herde munterer Steckenpferde, Tagebücher, mit Feder und Tinte erfasst und kleine Spiele aus Omas Jugend - wurden ebenso präsentiert wie zwei einstudierte Tänze.

Insbesondere der flotte „Charlston“ der Tanz AG erntete tosenden Applaus. Um dem Projektwochenthema „Kinder wie die Zeit vergeht“ Rechnung zu tragen, schlüpften die beiden moderierenden Viertklässler in Schürze, Haube und Kleidchen wie zur Jahrhundertwende beziehungsweise modernes Hip-Hop-Outfit mit Kappe und Jeans.

Nach dem offiziellen Teil und einem gemeinsamen Mitagessen, ging es insbesondere für die jungen Schüler über einen Spieleparcours, dessen Höhepunkte, eine Hüpfburg und eine Rollenrutsche, von den ansässigen Banken gesponsert wurden. Die Jugendwehr der Gemeinde unterstützte das Fest mit einem eigenen Stand und KuK-Chef Walter Götz hatte eine Drehmaschine angefertigt, die per Kurbel eine chronologische Abfolge aller Lehrer ermöglichte. Der Kerb- und Kulturverein hatte die Schule außerdem mit zwei handgefertigten Kisten beschenkt, in denen die Schachfiguren für den Pausenhof nun gut aufbewahrt sind.

Zuvor hatten die musischen Zweige der Schule, Flöten AG und Chor, mit kleinen Beiträgen zur Eröffnungsfeier beigetragen.

In ihrer Rede rückte Klindt, die seit 20 Jahren an der Schule unterrichtet und sie seit vier Jahren leitet, deren Vorzüge in den Mittelpunkt. Neben engagierten Eltern und Förderverein zeichnet ein hochmotiviertes Kollegium die Schule aus und kann im Besonderen wirken.

Der familiäre Charakter der Geißbergschule mache es möglich, auch solche Kinder individuell zu fördern, die in einer größeren Schule aufgrund unterschiedlicher Problemstellungen gescheitert wären.

140 Jahre Geißbergschule beinhaltet auch, dass einiges in die Jahre kommt. So etwa der Pausenhof, dessen Asphalt überaltert, oder Holzbalken als Sitzgelegenheit, die morsch sind. Schon im vergangenen Jahr hatte eine ehrenamtliche Landschaftsplanerin nach den Wünschen von Eltern, Kindern und Lehrern eine Neugestaltung des Hofs in Angriff genommen. „Einige Spielgeräte hat unser Förderverein angeschafft“, so die Schulleiterin. Die Sanierung des Asphalts sowie gestaltende „grüne“ Elemente und Spielgeräte stehen jedoch noch auf der Wunschliste und sind ohne eine Finanzspritze des Schulträgers nicht zu stemmen. Zur Gartenseite wünscht sich die Schulgemeinschaft eine Kletterwand, ein „grünes Klassenzimmer“, Büsche und einen Weidentunnel sowie Hüpfspiele, die aufgezeichnet werden können. Wünsche, die keine Unsummen verschlingen würden, die für die Schüler und Lehrer jedoch eine tolle Bereicherung des „Lebensumfelds“ Geißbergschule darstellen würden.

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