Viele fleißige Helfer

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Gute Kameraden: Der Katastrophenschutzbeauftragte des DRK-Kreisverbandes Dietmar Schnauber (rechts) freute sich, Willi Rotter für 50 Jahre aktive Mitarbeit zu ehren.

Groß-Zimmern - Zwar spürt auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Groß-Zimmern den demographischen Wandel, das heißt, gerade junge Menschen schließen sich nicht mehr so häufig Vereinen an. Von Ulrike Bernauer

Auf der anderen Seite hat das DRK jedoch sehr viele engagierte Mitglieder, wie sich beim Neujahrsempfang am Samstagabend im Glöckelchen wieder einmal zeigte. Die Vorsitzende Bettina Gibson-Altmann konnte etliche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften durchführen.

Besonders freute sie sich, zusammen mit Dietmar Schnauber, dem
Katastrophenschutzbeauftragtenvom Kreis-DRK, den ZImmerner Wilhelm Rotter für 50 Jahre aktiver Mitarbeit ehren zu können. Schnauber, der selbst seit 45 Jahren dabei ist, kennt Rotter seit langem. Beide haben schon einiges gemeinsam erlebt. „50 Jahre aktive Mitarbeit, das ist etwas ganz Besonderes. So lange ist kaum jemand unermüdlich dabei“, so Schnauber. Dicht gefolgt an Vereinsjahren ist ihm mit 45 Jahren Irmgard Rigatelli und seit 40 Jahren ist Maria Grimm dabei. Auch Heidi List, Angela Lorenz und Edith Thomas wurden auf die Bühne gebeten. Sie unterstützen den Ortsverein aktiv seit zehn Jahren. Zahlreichen Fördermitgliedern wurde ebenfalls für lange Treue gedankt. Seit 50 Jahren ist Elfriede Hix Mitglied des Vereins, seit 40 Jahren sind Roswitha Held-Knoth und Richard Strauss dabei sowie seit 25 Jahren weitere 14 Förderer.

Vorsitzende warb um Mithelfer

Vielen Mitgliedern wurde gedankt. Im Bild von links: Edith Thomas, Angela Lorenz, Willi Rotter, Dietmar Schnauber (Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbandes Dieburg) Maria Grimm, Heidi List sowie die Vorsitzenden Torben Pullmann und Bettina Gibson-Altmann.

Ihren Dank richtete Gibson-Altmann aber an alle Mitglieder. „Sie allein ermöglichen unsere Arbeit für die Allgemeinheit. Gerade in den letzten Wochen häuften sich wieder größere Schadenslagen, wie Brände in Mehrfamilienhäusern oder Seniorenheimen.“ Wenn sie dann im Fernsehen die Berichte sehe, sprängen ihr unter den vielen Hilfsorganisationen immer besonders die DRK-Helfer ins Auge. „Die liegen mir einfach besonders am Herzen.“

Die Vorsitzende warb um Mithelfer. Die müssten gar nicht ins DRK eintreten, auch gelegentliche Mitarbeit würde die aktiven Ehrenamtlichen sehr entlasten. So seien vor kurzem Nachbarn an sie herangetreten, die gerne beim Packen der Päckchen mithelfen, die dann beim Blutspendetermin ausgegeben werden. „Wir waren aber auch sehr erleichtert, dass sich uns in der letzten Zeit gleich mehrere junge Leute unter 20 Jahren angeboten haben, bei der Abwicklung der Blutspendetermine zu helfen.“ Dies sei auch nötig, um den Qualitätsstand zu halten. 2012 waren wieder rund 900 Blutspender in Groß-Zimmern. „Damit können wir uns auch hessenweit sehr gut sehen lassen.“

DRK feste Institution

Der Voraushelferdienst habe sich sehr gut etabliert. Gab es im Jahr 2011 zehn Einsätze, so konnten die DRK-Helfer in 2012 15-mal helfen. Gibson-Altmann freute sich über vier Kohlenmonoxid-Warner, die man vom Kreisverband kostenfrei erhalten habe. Das gefährliche Gas rieche man nicht und so gerieten öfter auch die Helfer selbst in Lebensgefahr. Künftig seien die Rotkreuzler also gewarnt, im Falle eines Auftretens des Gases müsste dann die Feuerwehr die hilfsbedürftigen Personen mit Atemschutzgeräten aus der Gefahrenzone retten.

Der erste Gemeindebeigeordnete Hans Wichmann dankte in Vertretung von Bürgermeister Achim Grimm für das Engagement. „Das DRK ist zu einer festen Institution unserer Gesellschaft geworden und ist aus ihr nicht mehr wegzudenken.“

Besonders müsse man die Freiwilligkeit dieser Institution anerkennen. Entscheidend seien die Menschen, die die ehrenamtliche Tätigkeit ausübten und der Ortsverein Groß-Zimmern habe den demographischen Wandel schon früh erkannt. Wichmann zeigte sich sicher, dass die Verantwortlichen die notwendigen Maßnahmen ergreifen würden, um dem entgegen zu wirken, .

„Für mich ist es immer sehr beruhigend, wenn ich bei sportlichen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen die Helfer des Roten Kreuzes im Hintergrund stehen sehe“, erklärte Friedrich Faust als Stellvertreter der Parlamentsvorsitzenden Katharina Geibel. Wichtig seien aber auch die Blutspendetermine, bei denen das DRK viermal jährlich beweise, dass seine Mannschaft bestens zusammenarbeitet. J bea

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