Viele Generationen singen im Verein

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Zufrieden ist der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Michael Ganß, mit seinem Verein. Bei den Ehrungen im Rahmen der Jahreshauptversammlung zeigte sich, dass hier viele unterschiedliche Generationen vereint sind.

Groß-Zimmern ‐ Nur eine Stunde dauerte die Jahreshauptversammlung der Chorgemeinschaft, dann waren die neun Tagesordnungspunkte abgehakt. Von Michael Just

Für einen der aktivsten Vereine in Groß-Zimmern und seine verschiedenen Chorsparten, für die stets umfangreiche Jahresberichte anfallen, arbeitete man die „Tops“ derart zügig und trotzdem ruhevoll ab, dass es Vorsitzender Michael Ganß kaum glauben konnte.

Wie immer herrschte bei Kaffee und Kuchen sowie der Anwesenheit mehrer Generationen eine äußerst familiäre Atmosphäre.

Gleich am Anfang der Versammlung stand die Ehrung langjähriger Mitglieder. Hier wurden Rebecca Braun, Karin Merget, Elvira Schmidinger, Marco Werner (10 Jahre aktiv), Ilse Kehr (25 Jahre aktiv), Judith Bernhard, Marianne Ganß (40 Jahre aktiv), Hannelore Schulz (60 Jahre aktiv), Karsten Andrä, Mario Bianco, Lena Bullheller, Klaus Peter Van Dijk, Sonja Wendenburg, Gerhard Wittemann (10 Jahre passiv), Heinrich Ziel (40 Jahre passiv) und Erich Suchomski (50 Jahre passiv) ausgezeichnet.

Kein ausgeglichener Haushalt im vergangenen Jahr

In seinem Rechenschaftsbericht 2010 stellte Ganß die Entwicklung des Gesamtvereins in den Vordergrund. Hier spielten die Finanzen eine nicht unwesentliche Rolle, da im letzten Jahr kein ausgeglichener Haushalt erreicht wurde. Dies rührt zum einen daher, dass eine Veranstaltung ausfiel, bei der die Chorgemeinschaft die Bewirtung übernehmen sollte.

Zum anderen brachte der eine oder andere Auftritt von „Chorus Line“ nicht die erhofften Verdienste. Laut Ganß wäre es für stabile Finanzen nötig, zusätzliche Einnahmequellen auszumachen, die einen Ersatz für das Vereinsfest darstellen und mit denen sich auch die Jahre ohne große Konzerte überbrücken ließen.

Mit der „Groß-Zimmerner Nacht“ (14. und 15. Mai), die in Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Verein „Bel(i)ebt Groß-Zimmern“ stattfindet, sei man fündig geworden. „Wir hoffen auf ein neues Zuhause für unser Fest und dass ein wichtiger Gewinn für die Vereinskasse übrig bleibt“, so der Vorsitzende.

Verein trotz Schwierigkeiten gut aufgestellt

Als äußerst positiv für die Vereinskasse zeigte sich ebenfalls die Ausrichtung der Sängerehrung des Landkreises 2010, für die sich die Chorgemeinschaft beworben hatte und den Zuschlag erhielt. 400 Menschen wurden im Landratsamt mit Kaffee und Kuchen bewirtet und nebenbei noch hat der Chor noch drei Lieder gesungen.

Trotz aller Schwierigkeiten sieht Ganß den Verein, der aktuell 275 Mitglieder hat, gut aufgestellt. Das liegt nicht zuletzt an den Kinderchören.

Alles in allem betreut die Chorgemeinschaft rund 80 Kinder und Jugendliche, was 30 Prozent der Gesamtmitglieder ausmacht. Bei den Kleinsten kommen etwa 35 Kinder regelmäßig in die Singstunde, so dass der Verein hier bereits an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Bei den „Regenbogenkids“ tummeln sich rund 25 Kinder Woche für Woche in den Proben. Trotzdem blieb ein Rückschlag nicht aus: Mangels Beteiligung wurde die Singstunde der „CHORyphähen“ eingestellt. Zumindest schloss sich danach ein Teil der Jugendlichen Chorus Line an.

Im Sommer eine Chor AG ins Leben rufen 

„Aber auch hier werden wir neue Wege gehen“, kündigte Ganß an: In Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer Schule soll ab Sommer 2011 eine „Chor AG“ ins Leben gerufen werden, verbunden mit der Hoffnung, mehr Jugendliche für das Singen zu begeistern, die vielleicht abschließend den Weg zur Chorgemeinschaft finden. Die finanziellen Belastungen, die hier entstehen, kann der Verein durch einen großen Fördertopf der Sparkasse Dieburg ausgleichen. Er beruht auf dem Wettbewerb „Schule und Verein“, der zusammen mit dem Sängerkreis entstand. Laut dem Vorsitzenden liegt schon viel Engagement hinter aber noch mehr Arbeit vor den Aktiven. Dafür brauche es die Hilfe aller Mitglieder – auch um die Vereinsbeiträge stabil zu halten. Selbst kleine Dinge wie eine Kuchenspende könnten dabei helfen. „Gerade der Kaffee- und Kuchenverkauf ist ein nicht zu unterschätzender Posten bei den Einnahmen des Vereins“, so Ganß.

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