Vieles funktioniert einfach

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In der gemütlichen Sitzecke wird nichts auf die lange Bank geschoben.

Klein-Zimmern (mj) ‐ „Klein-Zimmern ist eben Klein-Zimmern“ sagte Pfarrer Christian Rauch beim Neujahrsempfang im Ortsteil am ersten Tag des Jahres. Er bezog sich damit auf die gemütliche Stimmung im Pfarrhaus, wo jene Kirchenmitglieder in einer kleinen Runde eingeladen waren, die sich in besonderer Weise engagieren.

In familiärer Atmosphäre saß man dicht nebeneinander auf der lang gezogen Eckbank im Gemeinschaftsraum des Pfarrhauses. Zum kleinen Imbiss gehörten ein Glas Sekt sowie Laugen- und Käsestangen. Rauch dankte zuerst denen, die den Empfangsraum so einladend hergerichtet haben. „Es gibt hier sehr zuverlässige Leute. Ich muss mich um relativ wenige Dinge kümmern“, lobte der junge Pfarrer.

Dass es so problemlos läuft, führt er vor allem auf die Arbeit von Pfarrer Wendt zurück, der kontinuierlich sehr aktiv ist und viele Menschen in seiner Umgebung beflügelt. „Wenn Du aber irgendwann einmal nicht mehr zur Verfügung stehst, dann werden hier trotzdem Leute da sein, auf die wir uns beide verlassen können. Sie werden helfen, dass das Reich Gottes hier weiter geht“, ist sich Rauch nach seinen bisherigen Erfahrungen sicher. Zuviel der guten Worte wolle er aber nicht sagen: „Mir ist lieber, sie spüren in ihren Herzen, dass ich ihnen dankbar bin und dass ich mich jedesmal freue, wenn ich zu ihnen komme.“ Er wünschte allen Klein-Zimmernern ein gesegnetes und segensreiches neues Jahr.

Am Samstag begab sich Rauch dann mit einigen Gemeindemitgliedern auf eine Pilgerreise ins Heilige Land, die an Neujahr für ihn auch symbolisch für den Beginn einer neuen Wegstrecke steht. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johannes Friesmann lobte die Tradition des Neujahrsempfangs in Klein-Zimmern, bei dem besonders engagierte Gemeindemitglieder am ersten Tag des Jahres zu einem Glas Sekt zusammenkommen: „Das zeigt, wir haben hier eine Kirche, die auch im kleinen Rahmen funktioniert.“ So eine Tradition sei liebens- und schätzenswert und sollte so lange wie möglich weitergeführt werden.

Pfarrfestorganisation auf wackeligen Beinen

Wie Friesmann anschloss, gebe es viele Dinge innerhalb der Gemeinde, die von sich aus funktionieren. „Man kommt in die Kirche und sieht, dass diese geschmückt ist. Das muss ja jemand gemacht haben.“ Nicht nur beim Kirchenschmücken liefe es so, dass man es in keinem Gremium organisieren beziehungsweise thematisieren muss. „Dass dies so funktioniert, darüber können wir glücklich sein und dankbar für jeden, der in dieser Weise mithilft“, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Schwieriger sei die Lage derzeit beim Engagement das über jene regelmäßigen Arbeiten hinausgeht. Friesmann denkt dabei an das Pfarrfest, dessen Organisation immer schwieriger werde. Wie er anführt, hängt dies auch damit zusammen, dass einige Aktive alters- und gesundheitsbedingt nicht mehr so viel wie früher leisten können. Da zuverlässiger Nachwuchs aber rar ist und das Fest zudem nicht mehr auf die Resonanz früherer Tage treffe, wäre es im Gremium angebracht, ob man in Zukunft vielleicht eine veränderte und damit kleinere Version anbieten sollte. „Das hat aber noch Zeit. Heute sollte nur die Freude über das neue Jahr im Mittelpunkt stehen“, so Friesmann.

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