DRK veranstaltet nicht nur die Blutspendetermine in Groß-Zimmern

Vielseitiges Aktionsspektrum

Auch das gehört zur Arbeit des Roten Kreuzes vor Ort: Im Materiallager wird regelmäßig aufgeräumt. Archivfotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern (bea) - Bekannt ist die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Groß-Zimmern für ihre Blutspendetermine. Aber die freiwilligen Helfer leisten noch mehr.

So haben sich die Zimmerner im April 2011 an das Voraushelfer-System des DRK-Kreisverbandes Dieburg angeschlossen. Die neue Voraushelfergruppe ist für Groß- und Klein-Zimmern zuständig. Die Ausstattung der Voraushelfer übernahm die Ortsgruppe, die Sparkasse Dieburg stellte zwei automatische externe Defibrillatoren zur Verfügung. Insgesamt wurde das Voraushelfersystem im Jahr 2011 zehn Mal alarmiert, das erfuhren die Mitglieder des DRK bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Glöckelchen. Der Ortsverein hofft, damit ein weiteres dauerhaftes Standbein zu haben.

Vier Blutspendetermine gab es im Jahr 2011, die von 1 141 Spendern besucht wurden. „Bei jedem Termin sind im Durchschnitt 40 Helfer im Einsatz“, berichtete die erste Vorsitzende Bettina Gibson-Altmann, die ihren Mitgliedern auch den zeitlichen Aufwand vorrechnete.

Bei 4,5 Stunden Aufwand pro Helfer und Termin kämen locker 720 Stunden Arbeitszeit zusammen, ohne die Zeit fürs Päckchenpacken, die Buchhaltung oder im Vorfeld die Pressearbeit, um den Termin in Zimmern bekannt zu machen.

Zurück gegangen ist in den vergangenen Jahren die Anforderung der Kochmannschaft. Dies liege unter anderem an der finanziellen Situation der Gemeinden, die weniger Grenz- und Waldrundgänge veranstalteten, aber auch am zunehmenden Kostendruck, der durch günstige alternative Verpflegungsmöglichkeiten entstehe. Geschrumpft sei auch der Mitgliederstand.

Eine Tendenz die nicht nur das DRK erfasse. Zum 30. Juni 2011 verfügte die Ortsgruppe über 309 Mitgliedern, Gibson-Altmann rechnet aktuell auch nicht mit einer Kehrtwende bei den Mitgliederzahlen.

Der Sozialdienst des Ortsvereines habe auch wieder hilfsbedürftige oder plötzlich in Not gekommene Menschen unterstützt. So konnte einer kinderreichen Familie, deren Wohnhaus abgebrannt war, eine Spende überreicht werden; in einem anderen Fall wurden einer hilfsbedürftigen Familie eine Federwiege und ein Blumenstrauß übergeben.

Beim jährlichen Seniorennachmittag im September wurde die Gemeinde Groß-Zimmern bei der Betreuung und Bedienung der Senioren unterstützt.

Bettina Gibson-Altmann dankte allen Mitgliedern, die die zahlreichen Aktionen überhaupt erst möglich machten, indem sie ihre Freizeit für eine gute Sache zur Verfügung gestellt haben.

Kommentare