Vorlesestunde im neuen Gewand

Lesefüchse auf Eurokurs

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Ganz schön viel Schwein gehabt: Die Lesefüchse konnten bei ihrem Besuch in der Sparkasse nicht nur Geschichten lauschen, sondern auch gleich ihre eigenen Sparbüchsen mitbringen.

Groß-Zimmern - Fabian, acht Jahre, weiß schon viel über Geld. Die Euro-Scheine vom Fünfer bis zum Fünfhunderter kann er alle aufzählen. Luca (6) ist stolz, dass er drei Geldbeutel besitzt.

Die Kinder waren in der Hauptstelle der Sparkasse in Zimmern und bekamen nicht nur kurze Geschichten vorgelesen, sondern erfuhren auch viel über die Entstehung des Geldes.

In der Sparkasse fand am Montagnachmittag die erste Aktion der Lesefüchse statt, die Astrid Geiß und Jugendpfleger Tom Hicking ins Leben gerufen haben. Der Jugendpfleger hatte bemerkt, dass man zum Thema Lesen und Schreiben zwar einiges im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum unternimmt, das reine Vorlesen aber mitunter etwas zu kurz kommt. Das soll sich beim „Lesen an ungewöhnlichen Orten“ ändern. Und um die Vorlesestunden für die Lesefüchse ein bisschen spannender zu gestalten, wird an wechselnden Orten gelesen.

Der erste Besuch beim „Lesen an ungewöhnlichen Orten“ führte die Lesefüchse in die Sparkasse. Astrid Geiß (links) las Geschichten, die mit dem Geld zu tun haben.

In der Sparkasse ging es logischerweise um die Moneten, „oder um die Penunsen, wie man im Ruhrgebiet sagt“, schmunzelte Tom Hicking. Auch in den zwei Geschichten, die Astrid Geiß vorlas, waren die „Kröten“ das bestimmende Thema. Romangestalt Ole beneidete den größeren Bruder Jens um dessen Taschengeld. In der zweiten Geschichte wünschte sich Pit sehnlichst ein BMX-Rad und konnte sich den Wunsch durch Arbeit und eisernes Sparen auch erfüllen. Sparen war auch für die Lesefüchse ganz konkret ein Thema. Im Vorgriff auf den 31. Oktober, den Weltspartag, hatten einige Kinder ihre Sparbüchsen mit gebracht. Das Schwein von Fabian war gut gefüllt, und Sparkassenmitarbeiter Sascha Lotz brauchte eine Weile, um die Münzen und Scheine aus dem Schwein zu holen. Die Kinder durften auch einen Blick in den Tresorraum werfen und bekamen dort etliche silberne und goldene Münzen - diesmal aber in Schokoladenform. Sparkassenmitarbeiterin Lisa Poth, hatte den Kindern vorher erklärt, warum das Geld überhaupt erfunden wurde. „Vorher gab es die Tauschwirtschaft, aber es war immer schwer zu entscheiden, wie viel Sack Kartoffeln eine Kuh wert ist, und wie viele Kartoffeln man für ein Paar Schuhe hergeben muss.“ Die nächste Aktion der Lesefüchse findet am Freitag, 15. November, im Feuerwehrhaus in Klein-Zimmern statt. Im Gegensatz zu der Veranstaltung in der Sparkasse, für die in Zimmern kräftig geworben wurde und die allen Kindern im Alter von sechs bis zwar Jahren offenstand, werden im Feuerwehrhaus die Schulanfängerkinder des Kindergartens Blumenstraße unter sich sein. Angedacht sind weitere Lesenachmittage, die an verschiedenen Orten stattfinden sollen.

bea

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