Vorrecht für die Veranstalter

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Gemeinsam ausgelassen feiern - ob bei der Kerb oder dem Kürbismarkt: Das Ortsvereinsgremium will nun die Nutzung der Freiflächen auf dem Rathausplatz neu regeln.

Groß-Zimmern (db) ‐ Nachdem es in der Vergangenheit bei festlichen Veranstaltungen auf dem Rathausplatz immer mal wieder zu Unstimmigkeiten zwischen den Veranstaltern und den dort ansässigen Gastronomen kam, deutete sich nun bei der letzten Generalversammlung des Ortsvereinsgremiums eine Lösung an.

Heinz Held, der Vorsitzende des Gremiums, regte eine neue Vertragsklausel an. Diese Auflage soll so formuliert werden, dass die Groß- und Klein-Zimmerner Vereine, die auf dem Rathausplatz Veranstaltungen ausrichten, ein Vorrecht auf die Vergabe der Freiflächen haben. Dazu müsse ebenfalls die Konzession der jeweiligen Gastronomen für die entsprechende Dauer ausgesetzt werden. Im Gegenzug, so Heinz Held, würden sich die Vereine verpflichten, zuerst mit den ansässigen Wirten über die Vergaberichtlinien zu verhandeln. Um dies zu regeln, kündigte Heinz Held an, dass das Ortsvereinsgremium diesbezüglich einen Antrag an den Gemeindevorstand richten werde.

Die Groß-Zimmerner Kerb, der Kürbismarkt und der Weihnachtsmarkt sind traditionelle Veranstaltungen, die allesamt in jedem Jahr auf dem Rathausplatz stattfinden und viele Besucher anziehen. Doch vor allem mit einem Wirt haben die Veranstalter keine guten Erfahrungen gemacht. Dieser habe auf seine bestehende Konzession bestanden, um den Kosten des Veranstalters zu entgehen.

Für größere Feste ist nur der Rathausplatz da

Dass nun die Wirte am Rathausplatz über die Zimmerner Veranstaltungen bestimmen, sei nicht tragbar, sagte Thomas Beutel vom Kerbverein. Als Veranstaltungsort gebe es lediglich den Rathausplatz für größere Feste. Hinzu komme, dass der jeweilige Veranstalter nie wisse, wer in den nächsten Jahren als Gastronom da sei. Für die Zimmerner Kerb 2011 sei bislang der Mediterrane Wirt ins Boot geholt worden. Verhandlungen mit einem zweiten Gastronom stünden noch aus. Insbesondere habe es im letzten Jahr Probleme mit einem Wirt gegeben. Weil es zu Schwierigkeiten beim Genehmigungsverfahren kam, wurde sogar ein Zaun um dessen Lokal aufgebaut.

Bürgermeister Achim Grimm wolle auf den Auftrag des Ortsvereinsgremiums warten und sich in nächster Zeit um die rechtlichen Belange in der Angelegenheit der Freiflächen bei Großveranstaltungen auf dem Rathausplatz kümmern. In jedem Fall aber, appellierte der Rathauschef an die Veranstalter, solle zuerst mit den Gastronomen vor Ort in Verhandlungen getreten werden.

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