Dreistigkeit von Autofahrern vor Schulen gefährden Kinder

Vorsicht: Elterntaxi!

GROSS-ZIMMERN - Mit großer Sorge beobachten Eltern und Kollegien der Schule im Angelgarten (SiA) sowie der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) die Verkehrssituation vor beiden Einrichtungen.

Die Zulieferung einzelner Kinder im Pkw der Eltern ist ein erhebliches Unfallrisiko für rund 920 Schüler.

„Täglich werden Kinder dadurch gefährdet, dass Eltern in die Scharen von Kindern hinein fahren, die entweder morgens in die Schule gehen oder diese mittags wieder verlassen“, heißt es in einem Brief, den die Elternbeiräte und Leitungen beider Schulen an Bürgermeister Achim Grimm sowie das Ordnungsamt der Gemeinde gesendet haben.

Die darin geschilderte Situation, welchen Gefahren rund 920 jungen Menschen durch die Anlieferung einzelner Schüler im elterlichen Pkw ausgeliefert sind, klingt alarmierend. „Immer wieder sehen Eltern mit Schrecken, wie Kinder fast angefahren werden. In der Vergangenheit ist dies leider auch schon vorgekommen.“

In der Dresdener Straße kommt hinzu, dass der Bus genau zum Schulbeginn beziehungsweise bei Schulschluss die Haltestelle vor den Eingangsbereichen beider Schulen anfährt, somit die Unfallgefahr erhöht und die Verkehrssituation gerade für die Grundschüler der SiA noch unüberschaubarer wird .Hinzu kommt, dass der Bus den Wendehammer am Ende der Straße zur Weiterfahrt nutzen muss und so Schüler, die den Sepp-Herberger-Weg benutzen, zusätzlich gefährdet“, heißt es in dem Schreiben an den Verwaltungschef.

Höfliche Apelle zur Einsicht fruchten derweil nicht: „Spricht man anfahrende Eltern auf ihr Fehlverhalten an, wird man oft angepöbelt, was die Mitarbeiterinnen des freiwilligen Polizeidienstes bestätigen können“, schreiben die Schulelterbeiräte Astrid Geiß (SiA) und Helmut Löw (ASS) sowie die Schulleiter Martina Goßmann und Helmut Buch (ASS). Aus den Elternschaften kommt nun ein Maßnahmenkatalog, wie die Situation an den Schulen entschärft werden kann: Vorgeschlagen wird die Verlagerung der Bushaltestelle in der Dresdener Straße um rund 500 Meter in Richtung Danziger Straße, damit der Bus gleich in die Frankfurter Straße einbiegen kann, um seine Fahrt fortzusetzen. Gefordert werden stärkere Kontrollen durch Ordnungsamt und Polizei, um Fehlverhalten von Eltern zu ahnden und notfalls mit Strafen zu belegen. Ein absolutes Halteverbot an der ASS seitens der Angelgartenstraße soll eingeführt werden. Motorisierte Eltern sollen zum Bringen oder Abholen den Festplatz anfahren, auf dem im Zuge des zukünftigen Kindergartenbetriebes ohnehin Parkplätze geschaffen werden müssten. Zudem wird die Anlage einer „Elternhaltestelle“ in der Angelgartenstraße im Bereich der Abfallcontainer gefordert. Dies könnte im Rahmen der Umgestaltung des Festplatzes im Projekt „Soziale Stadt“ geschehen. Seitens der Schulen soll das Thema „Verkehrssicherheit“ im Unterricht verstärkt angesprochen werden. Angeregt wird außerdem noch in diesem Jahr die Konzepterstellung zum Thema mit Eltern, Schulen, dem Ordnungsamt und der Polizei. J  ula

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