Feuersalamander, Schlangen, Ameisen und Hirschkäfer krabbeln über die Leinwand.

Waldwirtschaftsplan hat ein Plus von 13 000 Euro

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Der Gemeindewald erwirtschaftet weiterhin schwarze Zahlen.

Groß-Zimmern (guf) ‐ „Wie schön wäre es doch, wenn die Gemeinde auch einen solchen Überschuss hätte“, meinte Bürgermeister Achim Grimm kürzlich im Finanzausschuss, als Förster Martin Starke den Waldwirtschaftsplan vorstellte. Der schreibt mit einem deutlichen Plus von 13 000 Euro nicht nur schwarze Zahlen, sondern der Förster verstand es auch auf andere Weise die Gemeindevertreter für seinen Arbeitsraum zu begeistern.

Mit einem wunderschönen Diavortrag entführte er die Kommunalpolitiker in den Wald. Fast war im sonst recht drögen Sitzungssaal das Rascheln des Windes im Laub der Bäume zu hören. Zwar war da von Totholzbäumen die Rede - etwa acht davon stehen auf einem Hektar Wald und sollen eventuell markiert werden. Doch selbst diese „Habitatbäume“ gaben noch schöne Bilder ab. Dann krabbelten bunte Feuersalamander, Schlangen, Ameisen und Hirschkäfer über die Leinwand, malerische Pilze rundeten das Menü ab. Da könnte wohl jeder Bürgermeister neidisch werden.

Das Nadelholz liege auf dem Markt derzeit gut, doch die Nachfrage für Laubholz sei nicht besonders, folglich lägen die Preise unten, erklärte Starke. Doch im Wald gibt es anscheinend immer einen Ausweg, denn seine Lösung hier lautete: „Wir verlegen den Einschlag auf den Herbst, dann ziehen wohl auch die Preise wieder an“. - Und welchen Einschlag könnte ich auf den Herbst verlegen? - schien der Bürgermeister da zu grübeln.

Eng könnte es beim Brennholz werden, berichtete der Förster. Ein Grund sei, dass der gefährliche, Allergien verursachende Eichenprozessionsspinner auch beim Holzmachen Auswirkungen zeigt. „Viele wollen deshalb kein Eichenholz mehr“, so Starke.

Während es in früheren Jahren immer hieß: Was aus dem Wald kommt, soll auch dem Wald wieder zugeführt werden, sieht es in Zeiten leerer Gemeindekassen anders aus. Der Antrag, den Überschuss von 13 000 Euro in den Haushalt fließen zu lassen, wurde einstimmig befürwortet. Der Waldwirtschaftsplan 2010 wurde beschlossen und dem Förster für seine sehr gute Arbeit gedankt.

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