Wanderung durch Teile Hessens, Bayerns und Thüringens

Fünf Tage mit dem OWK unterwegs in der Rhön

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Eine starke Gruppe war mit dem OWK in der Rhön unterwegs.

Groß-Zimmern - Auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe, starteten die 35 Wanderer zu ihrer ersten Tour, die zum Roten Moor, dem Heidelstein und zum Schwarzen Moor führte. Das Wetter zeigte sich von allen Seiten, was den Zimmernern aber nicht die Laune vermieste.

Herrliche Aussichten waren die Belohnung für die vielen kleinen Anstiege. Die Geologie der Rhön entstand vor ca. 25 Millionen Jahren. Basaltlava, die die Erdkruste anhob und an einigen Stellen bis zur Oberfläche durchdrang. Es entstanden feuerspeienden Vulkane, deren Lavaströme ineinander flossen und das Land bedeckten. Im Bereich der Hohen Rhön bildete Basalt eine Decke von ca. 120 Metern. Die darunter liegenden Schichten wurden durch das widerstandsfähige Material vor Abtragung bewahrt, wodurch die heutige Hochebene erhalten blieb. Von den anderen ehemaligen Vulkanen sind nur die Basaltkegel stehengeblieben. So z.B. die Milseburg und das Hessische Kegelgebirge.

Die Unterkunft für 4 Tage war das Eisenacher Haus auf dem sog. Ellenbogen, 800m über NN. Zu DDR-Zeiten standen auf diesem Berg Empfangsantennen. Das Haus diente der Staatssicherheit als Abhörposten zum Westen hin. Erst 1990 wurde begonnen, hier einen Hotelbetrieb zu installieren. Heute ist es ein sehr angenehmes 3-Sterne Hotel für Wanderer und Tagungen.

Wanderung zum Dreiländereck

Von hier aus startete die 2. Wanderung zum Dreiländereck. Von der ehemaligen Zonengrenze, dem 10m-Streifen ist heute, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung, kaum noch etwas zu erkennen. Ein ehemaliger Kontrollturm und Reste der Zäune sind als Denkmal erhalten und sollen zum Nachdenken anregen.

Nur wer das schlechte Wetter erlebt hat, weiß den Sonnenschein zu schätzen. Dieses Motto bestimmte den 3. Wandertag. In dichtestem Nebel ging es zur Gedenkstätte des Rhönklubs. Hier steht auch ein Kreuz, welches der Künstler aus dem Gitterdraht der Demarkationslinie zusammengeschweißt hat. Der Weg führte weiter über den östlichen Teil der Langen Rhön und wurde mit Aussichten zum Kreuzberg und zum Thüringer Wald gekrönt.

Am 4. Wandertag setzte der Busfahrer und Mit-Organisator Jürgen Schleicher die Gruppe auf der Wasserkuppe ab. Über das Rhönfliegerdenkmal, ein großer bronzener Adler, ging es zur Milseburg, Hessens schönster Berg. Ausgrabungen belegen, dass es hier bereits in der Bronzezeit vor ca. 3200 Jahren menschliche Ansiedelungen gab. Um Christi Geburt wurde ein Ringwall um den Berg errichtet. Um 1500 wurde die Wallfahrtskapelle St. Gangolf gebaut. Vorher hat sehr wahrscheinlich hier ein Kultplatz gelegen.

Rhön als Biosphärenreservat

Die Rhön wurde von der UNESCO als Biosphärenresevat anerkannt. Sie ist eine vielgestaltige Kulturlandschaft mit vielen kleinen Fluren, Einzelhöfen und Weihern. In den Kernzonen sollen die natürlichen Lebensraum-Entwicklungsprozesse beobachtet und erforscht werden.

Am Tag der Heimfahrt wurde nochmal gewandert: von der Wasserkuppe zum Pferdskopf immer abwärts bis nach Poppenhausen. Im Buss dankte der OWK-Vorsitzende Norbert Kaiser den beiden Organisatoren Jürgen Schleicher und Erhard Schwepler für die vorbildliche Vorbereitung dieser Wanderwoche.

guf

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