20 Jahre danach: Ausstellung und Gessprächsrunde im Chorraum der Mehrzweckhalle

„Warum stand die Mauer so lange?“

Groß-Zimmern (guf) ‐ Vor fast genau 20 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Mauer. Viele Menschen, vor allem der jüngeren Generation, kennen die Hintergründe nur noch aus Erzählungen, und die historische Entwicklung, die zu diesem Meilenstein deutscher Geschichte führte, ist ihnen kaum noch bewusst.

„Dass mit der friedlichen Revolution zwei Teile eines Ganzen wieder zusammen gewachsen sind, dass zusammengefunden hat, was zusammen gehört und damit letztendlich auch der Kalte Krieg beendet wurde, war und ist ein Segen der Geschichte“, findet Geschichtslehrer Jürgen Kreisel (CDU).

Er sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte sich eine Diktatur, ein Unrechtsstaat wie die ehemalige DDR, so lange halten? Wie konnte, gerade nach der schrecklichen Nazi-Diktatur, unmittelbar nach dem Hitler-Regime ein weiteres Mal so ein Unrecht, so eine Unterdrückung auf deutschem Boden stattfinden, abermals die Menschenrechte derart verachtet werden? Und warum konnte die Mauer so lange stehen bleiben?“ Gemeinsam mit der CDU Groß-Zimmern möchte er diese Fragen diskutieren und Antworten suchen.

Hierzu wurden zwei Zeitzeugen eingeladen, ehemalige Häftlinge des berüchtigten Stasi-Gefängnisses Berlin-Hohenschönhausen. Sie werden von ihren Erfahrungen mit der Staatsmacht, der Willkür und den Praktiken der Stasi berichten und in einer Gesprächsrunde versuchen, Antworten auf die Fragen zu geben. Eine Ausstellung mit Wandtafeln über die Mechanismen der Unterdrückung in der DDR wird die Veranstaltung umrahmen. Die findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und der Aktion „Spurensuche“ statt. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Achim Grimm übernommen, Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (CDU) hat ihr kommen zugesagt.

Zu sehen ist die Ausstellung am Sonntag, 8. November, ab 14.30 Uhr im chorraum der Mehrzweckhalle, die offizielle Eröffnung findet um 16 Uhr statt. Anschließend werden die Zeitzeugen berichten und mit den Besuchern diskutieren.

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