Wasser tut bei Hitze gut

+
Spaß macht das Spiel mit der Wasserpumpe. Beim Fest werden aus Rinde, Papier und Stöcken Schiffe gebaut.

Groß-Zimmern - Das passende Thema hatten sich die Mitglieder der Waldschule für ihr Fest am Sonntag ausgesucht. Am heißesten Tag des Jahres feierten sie mit Kindern und Eltern ein Wasserfest. Von Ulrike Bernauer

Verschiedene Stationen konnten die Kinder in aller Ruhe durchlaufen und dabei viel über das nasse Element lernen. Die Schwimmfähigkeit einiger Gegenstände konnte erprobt werden. Klar, dass der Korken nicht untergeht, aber wie sieht es mit der Holzkugel aus? „Das ist wahrscheinlich Eisenholz“, sagt Dr. Lothar Jakob, als die prompt im Wasser versinkt. Eine Mutter will das Experiment gleich noch modifizieren. Sie interessiert, ob der Holzball in Meerwasser schwimmen würde. Leider gibt es in der Waldschule nicht genug Salz, um das Nass auf die Konsistenz von Meerwasser anzureichern.

Schiffe können die Kinder an einer anderen Station bauen. Zur Verfügung stehen Kiefernrinde, Stöcke, und Papier für die Segel. Axel Mönch hat mit seinen Töchtern Elin und Arwen ein Boot mit Ausleger gebaut. Als die drei es im Planschbecken zum Schwimmen bringen, stellen sie fest, dass ihr Schiff Schlagseite hat.

Wassertests

Die Rinde schwimmt erheblich besser als der Ausleger, der aus einem Stock gefertigt ist. Also wird umgebaut, auch der Ausleger wird aus Rinde gefertigt und schon schwimmt das Boot viel besser. Uwe Avemarie geht an seiner Station richtig wissenschaftlich vor. Er macht mit den Kindern regelrechte Wassertests.

Durch Flaschen, die mit verschiedenen Böden aus Sand, Nadelwald oder Wiesengrund gefüllt sind, lässt er Wasser laufen und untersucht es dann zusammen mit den Kindern.

Die können sehen, wie der Nadelholzboden das Wasser versauert, aber auch wie unterschiedlich lang das Wasser braucht, um die Böden zu durchlaufen. Am schnellsten geht es bei Sand, beim Wiesenboden, dem auch viel Lehm beigemischt ist, dauert es am längsten.

Richtig Spaß hat eine Familie an der Pumpe. Hier fließt das Wasser durch eine Rinne abwärts, aber der Wasserstrahl schafft es nicht, das kleine Wasserrad am Ende der Rinne in Bewegung zu setzen. Allerdings will das Rad sich auch nicht drehen, als es mit dem Strahl aus einer Gießkanne begossen wird. So manches Kind lernt an diesem Tag nicht nur viel über das Wasser, sondern wird auch ordentlich nass.

Das macht bei dem heißen Wetter am Sonntag aber gar nichts und Kinder sowie Erwachsene gehen am Ende hoch zufrieden nach Hause.

Kommentare