Bei den Olympic-SiA treten Lehrer gegen Schüler an

Wasserlauf mit nassem Handicap

Wie bei den echten Spielen, wurde auch bei den SiA-Olympics die Fackel entfacht. Im Bild Schulleiterin Martina Goßmann und Sportlehrer Klaus Sommer.

GROSS-ZIMMERN - Diese Party war gespickt mit Handicaps. Beim Fest der Schule im Angelgarten (SiA) erwartete Schüler, Eltern und Kollegium ein Sport- und Spielprogramm, das es in sich hatte. Von Ursula Friedrich

Unter dem Motto „Olympiade“ ging es gleich zum Auftakt an den Start einer kniffligen Staffel.

Mit Schwimmbrille, Aloha-Kette und vollem Wasserbecher musste die Lehrerschaft nicht nur schwierige Hindernisse überwinden. Es galt außerdem die quirligen Schüler zu schlagen, die mit Volldampf über den Hindernisparcours fegten. Haarscharf entschieden die Lehrer den Wettkampf für sich, um dann ermattet über die gastronomischen Angebote auf der Festmeile herzufallen. Im Lehrerzimmer wappneten sich erschöpfte Erwachsene mit Pommes, Olympiaburgern und Bratwürsten für neue Taten – auf dem Schulareal hatte der Nachwuchs längst weitere olympische Stationen in Angriff genommen.

Schubkarren- und Bobbycar-Rennen, Dosenwerfen und ein Wettkampf, der im Duo mit zusammengebundenen Beinen und einer „geteilten“ Strickjacke bewältigt werden musste, sorgten für jede Menge Spaß.

Um dem Ganzen den entsprechenden Rahmen zu verleihen, hatte Schulleiterin Martina Goßmann ein olympisches Feuer entfacht.

Im Zwei-Jahres-Turnus stellt die Schulgemeinde ein Fest auf die Beine, an dem viele Helfer mitwirken.

Schulelternbeirat und Förderverein, Schulleitung und Lehrerschaft, Grundschulkinder, Eltern, Freunde und Förderer der SiA zogen auch diesmal an einem Strang. „Wir haben einhundert Dienste vergeben“, so die Kurzbilanz der Schulelternbeiratsvorsitzenden Astrid Geiß.

Fruchtbar war auch die Installation des Elterncafés (wir berichteten) im Februar.

Das Integrationsprojekt, das von der Angelgartenschule ins Leben gerufen wurde und inzwischen über viele Kooperationspartner verfügt, ist ein gelungener Versuch, ausländische Eltern für die Schulgemeinde zu akquirieren.

An einem eigenen Stand bot das Elterncafé hausgemachte türkische Spezialitäten an. „Schön ist, dass auch unsere neuen Kinder und Eltern heute zu Gast sind“, sagte die Schulleiterin.

35 ABC-Schützen sind bislang für das kommende Schuljahr 2012/13 angemeldet. Ein kleiner Jahrgang, wie sich dies auch in den vergangenen Schuljahren abzeichnete. 163 Kinder besuchen derzeit die Grundschule im ersten bis vierten Schuljahr sowie in den sprachlichen Vorlaufkursen. Das Schulfest, das im Wechsel mit den Projektwochen ausgerichtet wird, sei ein wichtiger Bestandteil der Schulgemeinde, so die Elternbeiratsvorsitzende.

Ein Tag der Freude und Kommunikation und der Demonstration des „Lern- und Lebensortes Schule“, zu dem junge Bürger allmorgendlich aufbrechen. Am späten Nachmittag präsentierten sich die Kinder nochmals mit einem umfangreichen Bühnenprogramm. Die Einnahmen des Festes sollen dem Förderverein überwiesen werden, der vermutlich neue Pausengeräte mit dem Geld anschaffen wird. Fazit des Tages aus Sicht des Fördervereins:

„Es macht zwar wahnsinnig viel Arbeit, aber wenn man all die hippeligen und glücklichen Kinder sieht, weiß man, wofür man seine Nerven lässt.“

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