Gemeinsam mit vielen wird im Seniorenheim der Festgottesdienst gefeiert

Weihnachten aus Sicht des Esels

Besinnliche Zeit: Senioren des Altenpflegeheims Gersprenz verlebten die Weihnachtszeit gemeinsam mit vielen festlichen Höhepunkten, darunter einer ökumenischen Andacht vor Ort. - Foto: Friedrich

Groß-Zimmern - Seinen Lebensabend im Seniorenheim zu verbringen bedeutet auch, das Weihnachtsfest in einer großen Gemeinschaft zu erleben. Von Ursula Friedrich

Die Bewohner der Pflegeeinrichtung „Gersprenz“ feierten den Auftakt des vierte Adventwochenendes gemeinsam mit dem Pflegepersonal, engagierten Helfern und zwei Geistlichen.

Pfarrer Christian Rauch und sein evangelischer Kollege Michael Merbitz-Zahradnik luden die Senioren zu einer ökumenischen Andacht im Aufenthaltsbereich des Foyers ein, der Dank emsiger Helfern in wunderschönem Weihnachtsglanz erstrahlte. Pfarrer Merbitz-Zahradnik entführte in jenen Stall, der Maria als Kreißsaal diente. Doch diesmal wurde die Weihnachtsgeschichte aus Sicht des Esels erzählt.

Nächstenliebe und Barmherzigkeit kennzeichnen das Wirken von Christen, vor 2000 Jahren ebenso wie heute. Alten Menschen, von Demenz gezeichnet oder im Rollstuhl sitzend, angesichts der ungewohnten Situation mit vielen anderen bei einer Feier beruhigend den Arm umzulegen, das waren Gesten, die bei dieser Zusammenkunft berührten. Nicht jedem der Gersprenzbewohner war es angesichts der eigenen Krankengeschichte möglich, die Situation zu erfassen oder gar die Liedtexte mitzusingen. Verwirrung wurde durch Berührungen und behutsame Zusprache überbrückt, um den gemeinsamen Nachmittag harmonisch zu verleben.

Josef Braun, der seitJahren ehrenamtlich jede Woche zur Chorstunde und zu einer Bewegungsstunde mit Musik in der Senioreneinrichtung einlädt, war mit dabei, um die Veranstaltung musikalisch auszuschmücken. Seine Vertreterin Helga Hemming war ebenfalls zur Stelle.

Eine kleine Bescherung mit individuellen Geschenken für alle gehörte gleichwohl zur Weihnachtsfeier in der Gesprenz.

„Am Heiligen Abend besuchte uns zum Kaffee der evangelische Posaunenchor“, freute sich Franz-Josef Partsch, Leiter der Einrichtung im Otzbergring.

Und natürlich waren auch viele Angehörige zu Gast, um ein paar Stunden mit der pflegebedürftigen Mutter, dem Vater, der Oma und dem Opa zu verbringen.

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