Autobahn ist zu laut für das Christkind

Weihnachten im Wald

Besonders für die Kleinsten ist die Waldweihnacht immer ein ganz besonderes Erlebnis. - Fotos (2) : Bernauer

Groß-Zimmern - Platz ist in der kleinsten Hütte, das merkte man am vierten Advent an der Waldschule. Die evangelische Kirche hatte zur Waldweihnacht eingeladen und auch in diesem Jahr waren viele Familien mit kleinen Kindern, aber auch Ältere der Einladung gefolgt. Von Ulrike Bernauer

Ursprünglich sollte die Weihnachtsgeschichte auf dem ganzen Außengelände der Waldschule aufgeführt werden, aber die Verantwortlichen, Heidrun Fornoff, Gemeindepädagogin Manuela Bodensohn und Franziska Wiedenmann mussten mit Bedauern feststellen, „auf dem Außengelände ist die Autobahn einfach viel zu laut, ohne Mikrophon versteht man uns dort nicht.“

Und so blieb man wie zuvor in den vergangenen Jahren in der Hütte der Waldschule, wo sich Jung und Alt drängelten und auch ordentlich in Bewegung kamen.

Denn erzählt wurde an diesem Sonntag eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Nachdem das Jesuskind schon in seiner Krippe im Stall lag, machte sich ein Esel auf, um das königliche Kind zu sehen.

Der Esel - in Gestalt von Bodensohn - traf viele Tiere, unter anderem einen Löwen, einen Hasen und eine Giraffe, die ihn alle für sehr dumm erklärten und ihm von der Reise dringend abrieten.

War diese Reise nun als Gang über das Freigelände geplant, so ging dies in der Hütte leider nicht. Also zog der Esel, immer mit einem Rattenschwanz von Kindern im Schlepptau, in der Hütte von rechts nach links und dann wieder zurück. Als dem Langohr die Sache langsam auch zu dumm wurde, seine Füße schmerzten und er mutlos war, traf er endlich einen Engel, der ihm den Weg zum Stall wies.

Staunend drängten sich die Kinder dann um die Krippe und betrachteten die dort liegende Puppe, die das Jesuskind darstellte.

Auch in diesem Jahr war der evangelische Posaunenchor zur Waldweihnacht gekommen und unterstützte die Gemeinde beim Singen von Weihnachtsliedern. Pfarrer Michael Fornoff sprach ein Gebet mit den Gläubigen und lud alle Anwesenden zur Stärkung ein.

Es gab viel Kinderpunsch, Glühwein und nicht Nuss, Apfel und Mandelherz, sondern leckere Plätzchen und Mandarinen.

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