Weihnachtsmetzgerei

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Auch das Fingeraufwärmen am Glühwein half „Guggugg“ Jürgen Poth nicht lange.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Als Jürgen Poth, alias „Guggugg“ am Samstagnachmittag beim Adventsmarkt den Titel „Weihnachtsmetzgerei“ anstimmt, ruft ein kleines Mädchen, „das kenne ich“. Poth klärt sogleich den Irrtum auf. Die Kleine kennt nämlich das Lied „Weihnachtsbäckerei“.

Poths Version hingegen ist eine eher blutige Angelegenheit („Unsre Weihnachtsmetzgerei ist 'ne große Schweinerei. Zwischen Fett und Blut riecht’s nicht immer gut“) und den nicht unbedingt jugendfreien Text können Erwachsene wohl besser verstehen als Kinder.

Gelächter gibt es bei den Zuhörern vor der Bühne auch beim Lied von der „Schnullkapp“. Um die streitet sich der Guggugg mit seiner Freundin.

Gäb se mer, gäb se mer zurick, ohne Schnullkapp bin ich naggisch“, singt er, um zum guten Schluss zu erkennen, die Schnullkapp und die Freundin sind seine besten Stücke. Lange kann Sänger und Gitarrist Poth seine heiteren Lieder auf der Bühne nicht singen. Es ist schlicht zu kalt.

Glühwein nur zum Aufwärmen da

Auch der Glühwein, den der Vorsitzende des Schwarzen Bocks, Roland Cöster, mit den Worten: „der ist nicht zum Trinken, sondern nur zum Fingerwärmen“, auf die Bühne bringt, kann den Guggugg nicht dauerhaft erhitzen.

Ich habe die Gitarre schon heute Vormittag ins Freie gelegt, damit sie sich an die Temperaturen gewöhnt“, erzählt er, bevor er die Bühne verlässt.

Das Publikum hätte wohl gerne noch ein weniger länger zugehört, das konnte sich nämlich beim Applaudieren aufwärmen.

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