Weihrauch und Wachsnägel

Die Osterkerze wird entzündet: Als neuer Lebensbaum wird sie 365 Tage den Altar zieren. Foto: Just

Groß-Zimmern - (mj) „In der Osternacht ist unser Herr Jesus Christus vom Tod auferstanden und zum neuen Leben hinübergegangen. Damit hält die Kirche in der ganzen Welt diese Nacht für heilig. Sie lädt ihre Töchter und Söhne, wo immer sie auch wohnen, ein, zu wachen und zu beten“, sagte Pfarrer Christian Rauch und eröffnete die Osternacht in der katholischen Pfarrgemeinde St. Bartholomäus.

Am Samstag um 21 Uhr war das Gotteshaus bis auf wenige Plätze gefüllt. Unter dem Motto „sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen“ erfolgte auf dem Kirchenvorplatz das Entzünden des Osterfeuers und der Kerze.

Nach deren Segnung erinnerte Rauch an die Buchstaben „Alpha“ und „Omega“, die Jesus Christus als Anfang und Ende der Welt symbolisieren.

Auch wurden Wachsnägel in die Kerze gesteckt, die an die heiligen Wundmale Christi erinnern sollen. Danach wurde die Osterkerze, die aufgrund ihrer Größe einen neuen Lebensbaum darstellen soll, in die abgedunkelte Kirche getragen.

Die Christen folgten damit symbolisch der Flamme und des auferstandenen Christus. Viele Gläubige hatten kleine Kerzen und entzündeten diese am Licht der Osterkerze. Minutenlang verliehen die vielen kleinen Flammen dem Groß-Zimmerner Gotteshaus einen strahlenden Glanz. Eine besondere Feierlichkeit erfuhr die Osternacht durch die Taufe sowie die gleichzeitige Firmung von Gabriele Wächtler.

Gegen 23 Uhr fand der Gottesdienst einen geselligen Abschluss im Hof der Gemeinde: Auf der „Ranch“ hatte die KJG ein weiteres Osterfeuer vorbereitet, bei dem symbolisch Wein und Brot gereicht wurden. Für Jugendliche und Kinder gab es Traubensaft.

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