Ferienspiele in Groß-Zimmern

In der Welt der Pharaonen

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Die Ferienspielkinder beschäftigten sich in der ersten Woche mit dem Land Ägypten. Dabei wurden auch Skarabäen und Hieroglyphen gemalt.

Groß-Zimmern - Pharaonen, die Sphinx und das Rote Meer: Das nordafrikanische Land Ägypten war das Thema in der ersten Ferienspielwoche der Kinder- und Jugendförderung. 37 Kinder haben sich angemeldet, um in die Welt der Mumien und Pyramiden abzutauchen.

Die Ferien starteten für einige Zimmerner Kinder ereignisreich: Am Dienstag haben die Teilnehmer der Ferienspiele einen Film über die Wüste gesehen, einen Lebensraum, den man hier nicht kennt. Nachmittags beschäftigten sie sich mit Hieroglyphen, dem ägyptischen Alphabet. Jedes Kind malte die Zeichen auf Papier, daneben kam der Buchstabe des lateinischen Alphabets. Diese Aufgabe war wichtig, denn am Freitag – dem letzten Tag dieser Ferienspielwoche – war ein Rätsel nur zu lösen, wenn die Kinder wussten, wie man die Hieroglyphen übersetzen kann.

Jonathan (9) weiß schon viel über Ägypten. Das ägyptische Kreuz beispielsweise, das er auch gezeichnet hat, ist ein Symbol für langes Leben. Das besondere Kreuz haben die Jungs und Mädels am Montag auch aus Pappmaché hergestellt. Jonathan hat zu Hause ein Buch über wohl den berühmtesten Pharao der Ägypter, Tutanchamun. Der ist so bekannt, weil Wissenschaftler in seinem noch nicht geplünderten Grab viele prächtige Grabbeigaben gefunden haben. Jonathan weiß auch, dass der junge Pharao, er wurde wahrscheinlich nur 20 Jahre alt, nicht im Krieg gestorben ist, sondern wahrscheinlich bei einem Jagdunfall.

Cornelius war trotz Ferien fleißig: Er hat viele Zeichen der Hieroglyphen neben das lateinische Alphabet geschrieben.

Während ein Teil der Schüler sich mit den altägyptischen Schriftzeichen beschäftigte, malten andere, das was ihnen zu dem Land einfiel. Anastasia (11), sie besucht die Albert-Schweitzer-Schule, hat vier Pyramiden von oben gezeichnet, daneben hat sie noch ein Kamel gestellt. Die Bilder der Kinder wurden dann im Laufe der Woche in einem großen Poster zusammengefasst. Auf die Jungs und Mädels warteten vergangene Woche noch viele spannende Begegnungen mit den alten Ägyptern. Denn selbst im Sport kann man sich mit dem Volk beschäftigen. In einem Parcours krochen die Kinder über und unter Kisten und Böcken herum – dabei sollten sie sich wie die Forscher fühlen, die in den Pyramiden nach den Königsgräbern gesucht haben.

Am Donnerstag standen dann Wasserspiele auf dem Programm. Dazu lernten die Kinder, dass Ägypten zwar aus viel Wüste besteht, aber auch der Nil durch das Land fließt. Dass die Teilnehmer eine aufregende Zeit verbracht haben, davon ist Betreuer Hendrik Müller überzeugt. Er hat sich gerne für dieses Thema gemeldet. „Da kann man mehr mit den Kindern machen, als wenn es so ganz allgemeine Ferienspiele ohne klares Motto sind“, findet Müller. Der 17-Jährige ist Schüler der Alfred-Delp-Schule und ist nun schon im dritten Jahr Betreuer bei den Ferienspielen – die Arbeit mache ihm einfach Spaß. Er hat früher als Kind auch ein- zweimal die Ferienspiele im Jugendzentrum besucht. „Aber das ist schon zu lange her, da kann ich mich nicht mehr dran erinnern“, gibt Müller zu. (bea)

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