Nur wenige Wochen bis Kerb

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Das Armband für fünf Euro ist zugleich auch Eintritt am Samstag.

Groß-Zimmern (ula) - Nur noch wenige Wochen trennt die Zimmerner von ihrem Heimatfest: der Zimmerner Kerb. Von Samstag, 27. August, bis Dienstag (30. ) wird es wieder hoch hergehen in der Gersprenzgemeinde.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, um das Fest von A bis Z zu einem tollen Erlebnis zu machen. „Die Kerb wird nach bewährtem Konzept ausgerichtet“, berichtet Thomas Beutel, Vorsitzender des Kerbvereins, beim Treffen des Vorbereitungsteams im Glöckelchen-Keller. Mit dem „Franken X-Press“ wurde erneut eine kerberfahrene Kapelle gebucht, die am Samstag Abend in der Mehrzweckhalle für Stimmung sorgen soll.

Mike Griesammer (Racing House) ist Kerbwirt, außerdem versorgen zwei Bars auf dem Roten Platz die Besucher mit einer Vielzahl an Getränken. Martin Lütjen (Dresselhof) und Mustafa Boumahdi (Restaurant Mediterraneé) wurden für diesen „Außenjob“ verpflichtet.

Rot-Weißer Jahrgang hat alles im Griff

Rund 150 ehrenamtliche Mitstreiter wird die Ausrichtung der Kerb erneut auf Trab halten, so die Schätzungen Beutels, das Engagement beim Umzug ausgenommen.

Bunt und schön anzusehen sind die Anstecker.

Im Regieraum, dem Gewölbekeller, sitzt das „Gehirn“ der Kerb 2011, der Organisationsausschuss (KOA). Sieben Vertreter des Kerbvereins, der sich 1980 zur Erhaltung des Brauchtums rund ums Kirchweihfest gründete, unterstützen die eigentlichen Veranstalter des Großereignisses: den Jahrgang 1991/92.
Die 29 Kerbborschte treffen sich seit rund zweieinhalb Jahren. Seit Oktober ist es Ernst geworden um die Planung. Der rot-weiße Jahrgang hat bisher alles gut im Griff. Der Kerbvadder ist ausgemacht, das Kerbmädchen gefunden, sogar die Kerbredd´ steht in ihren Grundzügen.

Der Verkauf von Buttons und Kerbbändchen ist eine wichtige Finanzierungshilfe für die Ausrichtung der Kerb 2011. Das Bändchen im Wert von fünf Euro berechtigt außerdem zum Einlass am Kerbsamstag, 27. August. Der Verkauf beginnt am heutigen Montag an folgenden Vorverkaufsstellen: Schreibwarengeschäft Hesse, Tintenfass, Zimmerner Lädsche, Kistenwache, Bäckerei Dölcher und Bäckerei Nennhuber

Jahrgangsvorsitzender Lukas Senk und eine Handvoll Mitstreiter treffen sich wöchentlich um die „100. 000 Kleinigkeiten“ rund um das Fest der Feste zu organisieren. Weil gute Laune dabei unerlässlich ist, geht es über weite Strecken auch lustig zu. „Als Kerbborscht muss man feiern üben“,kommentiert Senk die Vorbereitungen – und versenkt ein paar Erdnüsse im Bierglas seines Tischnachbarn. Zum „Brain-storming“ am runden Tisch hält sich Kollege Schumi lieber an eine Zuckerdröhnung.
Der Lutscher routiert, während die grauen Zellen arbeiten. „Also in die Kerb, da wird man reingeboren“, erläutern die jungen Männer – manch einer ist in der x-ten Generation am Start. Aber auch „Oigeplackte“ (Hinzugezogene) sind willkommen. Bei den regelmäßigen Gesangstunden feilen alle an ihrem Liedrepertorie – rund 20 Kerblieder müssen sie zum Traditionsfest parat haben. Ob aus altem Kerbgeschlecht oder Neuling im Kader, am Samstag, 20. August, werden alle 29 Borschte getauft. Ein relativ neuer Brauch, der sich seit 1998 eingebürgert hat. Zur Taufe geht es ans „Gailsloch“, frei nach dem Motto: Wer die Gersprenz überlebt, den kann nichts mehr erschüttern.

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