Grüne kritisieren Verkauf unter Wert

„Wer pachtet, der investiert nicht viel“

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Der spitze Winkel des „RÜB-Dreiecks“ in der Justus-Liebig-Straße soll vom Bauhof als Lagerfläche genutzt und die nördliche Teilfläche verkauft werden.

Groß-Zimmern - In den Ausschüssen und der Parlamentsstizung im Dezember ging es wieder einmal um die Nutzung des Grundstücks in der Justus-Liebig-Straße 2a (ehemaliges Gelände RÜB-West). Von Gudrun Fritsch 

Der Gemeindevorstand will einen Teil des Geländes als Lagerfläche für den Bauhof erhalten und die nördlichen 2300 Quadratmeter für mindestens 60 Euro pro Quadratmeter veräußern. Seit langem werden auf dem spitzwinkligen Grundstück recht unübersichtlich Baustoffe und Materialien gelagert. Der hintere Teil (im Bild rechts) ist an das Unternehmen Unterleider verpachtet, weshalb der CDU-Gemeindevertreter Thomas Unterleider zur Behandlung des Tagesordnungspunktes die Sitzungen verließ.

Die Nutzung des Grundstückes wurde in der Vergangenheit wiederholt diskutiert, zuletzt 2011. Damals wurde ein Nutzungskonzept vorgestellt, das auch heute noch aktuell sein soll. Darauf basierend schlug der Gemeindevorstand vor, das Grundstück zu teilen. Die nördliche Teilfläche sollte zum Verkauf öffentlich und meistbietend ausgeschrieben werden.

Gutachten des Amtes

Das im Gutachten des Amtes für Bodenmanagement festgelegte Mindesgebot von 60 Euro kritisierte Peter Eickhoff von den Grünen als „Reduzierung des Baulandpreises“, da die Bodenrichtwertkarte von 2011 hier 90 Euro vorsehe. Außerdem müsste der Bebauungsplan geändert werden. Er sehe auch keine Eile, da die südliche Spitze, die dem Bauhof zugeschlagen werden soll, bereits jetzt als Lagerfläche genutzt wird und unklar sei, wann zusätzliche Flächen für den Bauhof gebraucht werden. Auch FDP-Mann Kurt Werdecker riet, man sollte sich zunächst doch mit der B-Planänderung beschäftigen.

„Wir suchen jetzt bereits nach zusätzlicher Lagerfläche für den Bauhof“, korrigierte Bürgermeister Achim Grimm und untermauerte den Sinn des Antrages mit den Worten: „Wer pachtet, der investiert nicht viel.“ Die Parlamentarier stimmten in der Dezembersitzung mit 26 „Ja“ und fünf Gegenstimmen für den Antrag des Gemeindevorstandes.

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