Angebot der Osterferienwoche ein Dauerbrenner

Wildschweine trainieren die Frischlinge

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Ferienspielangebot Inline-Hockey ist bei den Jugendlichen schwer gefragt. Den Torwart Jakob hat es zwar längs gelegt, aber der Ball ist gehalten.

Groß-Zimmern - Es dauert eine Weile bis Jakob (11) seine Torwartklamotten angezogen hat. Bei der Gesichtsmaske verzieht er erstmal die Nase. Sie hat einen etwas sehr strengen Geruch, aber der Schutz ist absolut notwendig. Von Ulrike Bernauer 

Das Angebot in der zweiten Osterferienwoche ist der Dauerbrenner: Die Jugendlichen haben sich wieder für den schnellen Sport des Inline-Hockey entschieden. 16 Jungen und zwei Mädchen im Alter vor acht bis 13 Jahren haben sich angemeldet und es ist, wie Betreuer Markus Psczolla sagt, „eine harmonische Gruppe“. Etwa die Hälfte sind sozusagen alte Hasen und spielen den schnellen Sport häufiger, die andere Hälfte fühlt sich zwar auf den Inlinern zu Hause, ist aber an den Schläger noch nicht gewöhnt. Deshalb heißt es auch bei diesen Ferienspielen, erst einmal die Basics abarbeiten.

Dazu gehören bei dieser Sportart auch die persönlichen Schutzmaßnahmen. Die sehen zwar bei den Feldpielern nicht so aus wie beim Torwart, der mit all den Polsterungen, die er am Körper hat, eher wie ein Michelinmännchen ausschaut. Aber auch die anderen dürfen nicht aufs Spielfeld ohne Helm, Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschutz. Auch wenn der 13-jährige Louis den Ellbogenschutz gerne mal vergisst, weiterspielen darf er erst, nachdem er sich vorschriftsmäßig ausgerüstet hat.

Neben Jugendpfleger Psczolla trainieren noch Philipp Reichenberg (18), Nico Wressmann (14) und Kevin Illert (16) die Jugendlichen. Philipp ist der Kapitän der Wild Boars, der älteren Mannschaft, die wöchentlich trainiert. „Wild Boars heißt Wildschweine, deshalb nennen wir folgerichtig die Neuen Frischlinge“, lacht Betreuer Psczolla. Den erfahreneren Jugendlichen macht das Training mit den „Frischlingen“ viel Spaß. Kevin ist das erste Mal dabei, normalerweise ist er bei den Wild Boars Torwart. Deshalb verrät er dem neuen Torwart Jakob so manchen Trick. Denn schon allein das Aufstehen in der ganzen Schutzkleidung ist anstrengend und dauert bei Jakob noch, wenn er einen Ball abgewehrt hat. Das ist aber eine gefährliche Situation. Prallt der Ball an der Schutzkleidung oder dem Schläger ab, hat der Schütze die Möglichkeit, nach zu legen.

Jakob beeilt sich dann, in die Mittagspause zu kommen. Schließlich braucht er am längsten, sich aus seiner Schutzkleidung zu schälen. Die Hauptmahlzeit haben die Inline-Hockeyspieler aber schon hinter sich an diesem Tag. Das üppige Frühstück mit viel Obst und frischen Lebensmitteln hat auch bei diesen Ferienspielen der örtliche Lebensmittelmarkt „tegut“ spendiert.

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