„Wir lassen keinen allein, für uns ist jeder wichtig“

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Margarete Grohe (90) gab eine Geschichte zum Besten.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Einen Arbeitsauftrag hatte Margarete Grohe auf der Weihnachtsfeier des VdK zu vergeben. „Ich bin jetzt 90 Jahre alt geworden und habe für die Feier immer einen Kuchen gebacken. Jetzt suche ich eine Nachfolgerin, die das für mich übernimmt“, sagte Grohe am Samstag im Pfarrzentrum.

Lange musste sich die Seniorin nicht gedulden, ganz schnell hob sich eine Hand aus dem Publikum und fortan darf die 90-Jährige zwar weiter Kuchen schlemmen, muss aber keinen mehr backen. Kuchen und Torten, natürlich alles selbst gebacken, gab es reichlich bei der Weihnachtsfeier des VDK. Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz.

Bevor Grohe ihren „Kuchenantrag“ stellte, hatte sie zur Freude aller Anwesenden die Geschichte von der Maus Abraham, „dem Überzwerg und Junggesellen“, vorgelesen. Abraham ist vorwitzig und mutig und entgeht einem bösen Schicksal nur, weil er das Kind in der Krippe gesehen hat.

Erinnerungen an Nachkriegsweihnachten

Die Kirchenspatzen erfreuten die Gäste der Feier mit Gesang und Flötenmusik.

Für Erheiterung sorgte auch Pfarrer Christian Rauch. Die Geschichte vom drehenden Weihnachtsbaumständer sorgte für viel Gelächter. Nachdenklicher waren die Worte von Pfarrer Michael Merbitz-Zahradnik, der eine Geschichte von Sorgen um ein Neugeborenes und den Trost, den Gott spendete, erzählte. Beide Pfarrer wünschten den zahlreichen Gästen eine besinnliche Vorweihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Nachdenkliches verlas auch Elke Rambach. Aus den Erinnerungen an Weihnachten in Berlin trug sie vor, als es kaum Strom, Holz und Kohle und auch wenig zu Essen gab. Viele der Älteren fühlten sich an Nachkriegsweihnachten erinnert, als Rambach von „der Suche nach Normalität“ sprach.

VdK-Motto zu Herzen nehmen

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Katharina Geibel, hatte sich den Wahlspruch des VdK zu Herzen genommen. „Manche von Ihnen haben schwere Schicksale, da ist das VdK-Motto: ´wir lassen keinen allein, für uns ist jeder gleich wichtig` sehr hilfreich.“

Bürgermeister Achim Grimm wünschte den Teilnehmern eine gute Weihnachtszeit. Mit Flötenmusik und Gesang erfreuten die „Kirchenspatzen“ die Gäste. Unter der Leitung von Barbara Wörtche und Gitarrenbegleitung von Claudia Unterleider trugen die jungen Sängerinnen unter anderem „Macht hoch die Tür“ und „Knospen springen auf“ vor.

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