Wohin soll sich Zimmern entwickeln?

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Wenige aber dafür sehr engagierte Bürger nahmen am Montag im Rathaus am letzten Workshop-Treffen der „Sozialen Stadt“ zur Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes teil.

Groß-Zimmern (guf) - Viel Papier, viele Zahlen und Graphiken zur städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Lage haben sich die rund 25 engagierten Bürger bei den vier Workshop-Treffen seit November angeschaut.

Auch am Montag kamen im Rathaus wieder die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Sozialen Stadt“ zusammen, seitens der Bevölkerung waren überwiegend im Kommunalpolitischen und Sozialen Engagierte dabei.

Nicht selten wurde auch bei früheren Sitzungen von Teilnehmern die Kritik geäußert, dass die akademische Herangehensweise der Fachleute zu theoretisch und kopflastig sei, nicht wenige zweifleten am tatsächlichen Nutzen dieser herangehensweise für das Projekt. Zu dem gehört jedoch die Erstellung eines „Integrierten Handlungskonzeptes“ als obligatorischer Bestandteil hinzu.

Der „Harte Kern“ hat also wie erwartet die Daten und Auswertungen diskutiert sowie eigene Wünsche und Vorstellungen gäußert.

Leitbild ein wichtiges Projekt

Im Rahmen der Diskussion hatte sich das Thema Leitbild als ein wichtiges Projekt herauskristallisiert. Deshalb wurde im März und April eine Befragung zum Thema „Was ist mir in Groß-Zimmern besonders wichtig?“ durchgeführt. Die Rücklaufquote war mit 260 Antwortbögen zwar ähnlich gering wie die Teilnahme an den Treffen, gilt jedoch als repräsentativ.

Am Montag wurden nun die bisherigen Ergebnisse ein letztes Mal im Plenum vorgestellt und diskutiert. Weitere Vorschläge für das vorerst im Entwurf vorhandene Handlungskonzept wurden erörtert.

Die Teile II (Sozialstatistik) und III (Sozialplanung und Stadtplanung) stehen mit Handlungsempfehlungen auf der Homepage der Projektwerkstatt zum Download bereit, unter: www.sozialestadt-gross-zimmern.de/texte/seite.php?id= 74370. Wer zu diesen Entwürfen noch Anregungen hat oder Ideen einbringen möchte, kann diese bis Montag, 20. Juni, der Projektwerkstatt mitteilen. Die Endversion sollte im August fertig sein und dann den Gemeindegremien zum Beschluss vorgelegt werden.

Gründung eines „Bürgertisches“ vorstellbar

Vorstellbar wäre in Folge etwa die Gründung eines „Bürgertisches“, um Verwaltung und Betroffene einander näher zu bringen. Einige der eingebrachten Vorschläge haben bereits konkrete Formen angenommen. So haben sich Interessenten für eine „Geschichtswerkstatt“ gefunden und besonders in Betreuungsfragen besteht auch weiterhin reges Interesse.

Die AG „Betreuung im Kindergarten“ trifft sich wieder am Dienstag, 14. Juni, um 19.30 Uhr in den Räumen der Projektwerkstatt, Wilhelm-Leuschner-Straße 4-6, Tel.:  618378. Bei diesem Termin soll der Entwurf des Gesamtkonzeptes zur Zukunft der Kinder- und Jugendbetreuung in Groß-Zimmern zur Diskussion gestellt werden, bevor die Endversion ausgeareitet und in der „Konferenz zur Zukunft der Kinder- und Jugendbetreuung“ vorgestellt wird.

Nach dem großen Erfolg im vergagnenen Jahr soll es auch 2011 wieder ein Fest der Kulturen in Groß-Zimmern geben. Das ist für den 8. Oktober ab 11 Uhr in der Spiel- und Parkanlage im Wohngebiet Angelgarten-/Dresdener Straße geplant, mit kulinarischem Angebot, vielseitigem Bühnenprogramm und natürlich auch einem abwechslungsreiches Spielangebot für Kinder.

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