Wohnheim wiederbeleben

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In einem schlechten Zustand sind die Räume des Schwesternwohnheimes in der Reinheimerstraße, davon machten sich Gemeindemitglieder beim Renovierungstreffen selbst ein Bild.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Unterstützung für ihre gemeinnützige Arbeit wird die St. Bartholomäusgemeinde im nächsten Jahr erhalten.

Drei Schwestern des indischen Ordens der „armen Dienstmägde Mariens“ werden dann das Schwesternwohnheim in der Reinheimerstraße 12 beziehen. Von 1896 bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts wohnten und arbeiteten im Schwesternwohnheim Frauen des Ordens „Schwestern vom Göttlichen Erlöser“ und taten ihren Dienst in der Gemeinde.

Vor dieser neuerlichen Verstärkung in der Gemeindearbeit muss aber noch etliches getan werden. Zu einem Renovierungstreffen versammelten sich jetzt etliche potenzielle Helfer im Pfarrzentrum. Bei Wurst und Semmeln skizzierte Bauingenieur Hans Hix, der sich für die Planung verantwortlich fühlt, die Arbeiten, die an dem Haus, das am Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, noch zu erledigen sind. Und die sind sehr umfangreich, wie sich die Teilnehmer des Treffens beim Ortstermin überzeugen konnten. Die Wohnung im Erdgeschoss wurde besichtigt, schon jetzt eine einzige Baustelle. Bis auf die Grundmauern sollen die Räume entkernt werden.

Keine Zuschüsse vom Bistum

Angefangen vom neuen Fußboden, über Heizung, Elektro, neue Bäder bis zum neuen Putz, bis auf die Fenster muss fast alles neu gemacht werden. So viele Arbeiten wie möglich will die Gemeinde selber erledigen.

Das Geld ist auch bei der Kirche sehr knapp, vom Bistum in Mainz sind keine Zuschüsse zu erwarten. Auf 200 000 bis 250 000 Euro schätzt Hix die Kosten der Baumaßnahme, durch die Eigenleistungen will die Gemeinde die Kosten auf 150 000 Euro drücken.

Die technischen Gewerke werden wir wegen der Sicherheit und der Gewährleistung vergeben“, erklärt Hix, „die Gemeindemitglieder werden eher die Hilfsarbeiten, aber auch wahrscheinlich den Trockenbau erledigen“. Für die Fußböden sucht Hix noch Fachkundige.

Nächstes Jahr sollen Ordensfrauen einziehen

Koordinieren wird Johannes Blank die Arbeiten auf der Baustelle. Er hat auch die Teilnehmer zu der Sitzung eingeladen, möglichst Fachkundige am Bau, die ihr praktisches Scherflein beisteuern können. Vor dem Beginn der Heizperiode soll die untere Wohnung fertig sein. Dann, so ist der Plan, wird die Familie, die im Moment den ersten Stock bewohnt, ins sanierte Erdgeschoss ziehen. Dann werden die Arbeiten im ersten Stock, den die drei indischen Schwestern bewohnen sollen, weitergehen. Zusätzlich soll noch der Dachboden ausgebaut werden - als Gebets- und Meditationsraum, nicht nur für die Schwestern, sondern auch für die Gemeinde.

Im Laufe des nächsten Jahres sollen die neuen Ordensfrauen dann hier eintreffen“, hofft Pfarrer Christian Rauch, der die Idee zur Wiederbelebung des Schwesternwohnheimes hatte. Sie müssen schließlich erst mal ein wenig Deutsch lernen, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen können.

Eine der Schwestern wird die Erzieherinnen im katholischen Kindergarten unterstützen, eine soll im Dieburger Krankenhaus arbeiten und eine im Besuchsdienst und in der Sterbebegleitung bei den Gemeindemitgliedern eingesetzt werden.

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