Workshop wird zur Jamsession

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Mit Feuereifer - und Papa -u am Werk: Trommelbauer Nando (links) und Nina.

Groß-Zimmern - Mit Akkuschrauber, Schleifpapier, Holzkleber und Papa im Schlepptau zimmerten junge Nachwuchsmusiker im Jugendzentrum ihr eigenes Instrument. Von Ursula Friedrich

Unter Fittiche des Musiklehrers Marco Born mündete der mehrstündige Workshop für Instrumentenbauer am vergangenen Samstag schließlich in eine „Jamsession“. Die fertigen und bemalten Kistentrommeln wurden eifrig geschlagen und die Rhythmen der Cajones gingen ins Blut.

„Eigentlich ist es nur eine einfache Holzkiste“, erläuterte Musiker Marco Born. Der Cajon stammt aus der Sklavenzeit, als die nach Südamerika verschleppte afrikanische Bevölkerung mit einfachsten Mitteln ihre Musik spielte. Unter Anleitung des Fachmannes wurden diese Kisten, die nebenbei auch als praktische Sitzgelegenheit dienen können, im Papa-Kind-Workshop gezimmert.

Trommeln auf dem Percussionsinstrument

Und sie glichen bis auf ein paar Feinheiten vermutlich sogar den Originalen aus der Sklavenzeit. „Das charakteristische Rasseln und den Schlagzeugeffekt verdanken wir einem Snareteppich, der auf den Boden der Cayon ausgelegt wird“, erklärte Born. „Ich male auf meine Trommel rote Blumen“, nannte Nina (6) noch einen Unterschied zum historischen Instrument.

Mit seinem Trommelbauworkshop schließt Born den Kreis musikalischer Erziehung ab. In drei Kursen unterrichtet der Musiklehrer und gelernte Erzieher derzeit das Trommeln auf dem Percussionsinstrument.

Ab August neue Musikkurse

Der Unterricht sei eine tolle Grundlage, um Rhythmusgefühl, erste Noten und das Spiel in der Gruppe zu schulen. „Ein ideales Bindeglied zwischen musikalischer Früherziehung und dem Erlernen eines Instruments.“ Ab August will er neue Musikkurse anbieten. Und einen neuen Papa-Kind Trommelbauworkshop ebenfalls.

Zu dem übrigens auch Mütter, Omas oder sonstige Angehörige willkommen sind.

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