20 Jahre KFD in Zimmern: „Gemeinsam glaubt es sich einfach besser“

Aus 28 wurden 48 Frauen

Offenbach-Post

Groß-Zimmern - (bea) „Unsere Gemeinschaft ist wie ein Netz. Aus kleinen Anfängen ist es gewachsen, immer neue Fäden werden angeknüpft, die Fäden sind sorgfältig miteinander verknotet.“ Mit diesen Worten beschrieb Rosemarie Busch-Maiwald beim Festgottesdienst am Sonntag die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) von Groß-Zimmern.

Über dieses „Netz der Beziehungen“ wurde zum 20. Geburtstag der KFD nicht nur gesprochen, ein Netz wurde auch in die Kirche getragen und am Altar niedergelegt. Fürbitten, „für die Welt in der wir leben“, sprachen einige Frauen der Gruppe und für jedes verstorbene Mitglied wurde jeweils ein Teelicht feierlich entzündet.

Schwester Pauline, vor vielen Jahren Gemeindereferentin in Groß-Zimmern, war aus dem Kloster Reute gekommen, um die Predigt zu halten. „Von wegen von gestern, der Lebenskunst großer Frauen begegnen“, war ihr Thema, in dem sie das Wirken von Frauen in Gegenwart und Vergangenheit ansprach.

Mehr Wirken von Frauen auch auf anderem Gebiet wünschte sich beim Empfang Bürgermeister Achim Grimm. „Ohne die Frauen würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren, ich denke da an die Kindertagesstätten, aber auch die Pflegeheime“. Er forderte die Frauen auf: „Setzen Sie auch in der Politik Zeichen ihrer Arbeit“.

Viele Gratulationen gab es für die Zimmerner KFD-Frauen. Ihre Kolleginnen aus Klein-Zimmern und Dieburg kamen mit Geburtstagspräsenten, ebenso wie Cordula Habenicht, die stellvertretend für die evangelischen Frauen gratulierte. Zwei Wunderkerzen entzündete die Gratulantin mit dem Wunsch: „Bleibt weiterhin spritzig, überraschend und erfreut andere. Seid die Funken, die von Herz zu Herz gehen, seid Frauen, die Licht ins Dunkel bringen“.

Busch-Maiwald erinnerte an die Anfänge der KFD in Zimmern, an die zwei Frauenkreise, die es in den 60er- und 70er-Jahren gab. 28 Frauen hatten sich 1989 entschieden, der KFD beizutreten.

Bis auf die Verstorbenen sind alle noch dabei. 48 Frauen sind es heute, vernetzt und verknotet in allen Bereichen der Pfarrgemeinde.

Froh zeigte sich Busch-Maiwald über die Entwicklung im ökumenischen Bereich. Sie sprach den gemeinsamen Weltgebetstag an, das Frauenfrühstück der evangelischen Frauen, bei denen man gerne zu Gast sei - und nicht zu vergessen - die Frauenfastnacht im Pfarrzentrum. Dank sagte Busch-Maiwald den langjährigen Vorsitzenden Hannelore Bauer und Christel Seib, aber ganz aktuell auch den Männern, die an diesem Festtag hinter der Theke und am Sektausschank standen „und es uns so ermöglicht haben, den Gottesdienst bis zum Schluss zu genießen“.

Einträchtig hoben Frauen und Männer dann die Sektgläser, um auf diesen 20. Geburtstag anzustoßen. „Wenn wir Lust dazu haben, feiern wir auch den 25. groß“, kündigte Busch-Maiwald an, „denn das Leben ist manchmal kurz und wer weiß, ob alle von uns den 30. noch begehen können“.

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