Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im St. Josephshaus

Zehn Jugendliche sollen ins ehemalige Rentamt einziehen

Das ehemalige evangelische Rentamt bietet Asyl. Foto: Fritsch

Groß-Zimmern (guf) -  Das St. Josephshaus in Klein-Zimmern ist als Zentrum für Kinder- und Jugendhilfe auch Ansprechpartner der Clearingstelle für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UmF) in Frankfurt.

Hier kümmert man sich um junge Menschen, die ohne für sie verantwortliche Erwachsene nach Deutschland flüchten.

Da für die Unterbringung solcher Jugendlichen zur Zeit ein sehr hoher Bedarf besteht, haben die Verantwortlichen beschlossen, vom bisherigen Betreuungskonzept abzuweichen, bei dem zwei von zehn Jugendliche einer Wohngruppe Flüchtlinge sind. Eine eigene Unterkunft wurde gesucht und der Leiter des Josephshauses, Dr. Gerald Weidner, sowie Erziehungsleiter Jörg Walther wurden in der Lebrechtstraße fündig. In dieser Woche wurde das alte Rentamt auf zehn Jahre angemietet. „Zunächst muss das Gebäude bedarfsgerecht umgebaut werden“, erklärte Walther dem LA auf Anfrage.

Voraussichtlich ab November könnten dann zehn Jugendliche aus Ländern wie Somalia einziehen. Sie werden als Wohngruppe Tag und Nacht von insgesamt sechs Fachkräften betreut. „Diese jungen Menschen sind oft traumatisiert, aber sie sind friedlich und sehr lernhungrig“, berichtet Walther aus Erfahrung. Er hofft auf gute Nachbarschaft und würde sich über Integrationshilfen im Ort freuen. Um über die Arbeit zu informieren, haben die Verantwortlichen für Mittwoch zu einem Pressegespräch geladen.

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