Zentrale Rolle in Kommune gespielt

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Heinrich Angermeier (1885-1945).

Groß-Zimmern ‐ Er war nach dem ersten Weltkrieg eine zentrale Persönlichkeit in der Groß-Zimmerner Kommunalpolitik: Heinrich Angermeier.

Beginn ist um 20 Uhr; der Eintritt ist frei.

Zwar konnte er weder die Bürgermeisterwahl noch eine Wahl zum Beigeordneten für sich entscheiden, doch im Gemeindeparlament hatte er bestimmenden Einfluss. Auch überörtlich war Angermeier politisch aktiv: 1924 wurde er als einer von vier KPD-Abgeordneten in den Hessischen Landtag gewählt. Die zunehmende Stalinisierung der KPD trug er nicht mit, trat 1929 aus und schloss sich der Kommunistischen Parteiopposition an. Angermeier wurde 1933 verhaftet und in das Konzentrationslager Osthofen verbracht. Wieder freigelassen konnte er mit zahlreichen Behinderungen durch das NS-Regime seiner Arbeit als Landwirt nachgehen, bis er 1944 im Zuge der Verhaftungswelle nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler erneut verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz eingeliefert wurde, wo er in Folge der Haftbedingungen am 21. Februar 1945 starb.

Anlässlich seines 65. Todestages erinnert nun der Glöckelchen Verein an diesen Groß-Zimmerner Politiker. Die Veranstaltung findet am morgigen Freitag, 5. März, im Gewölbekeller des Groß-Zimmerner Kulturzentrums Glöckelchen statt.

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