MGH zieht positive Bilanz

Groß-Zimmern (guf) ‐ „Unsere Angebote werden inzwischen ausgezeichnet angenommen“, sagt Sozialpädagogin Christiane Hucke. Tatsächlich ist die Nachfrage enorm im Mehrgenerationenhaus (MGH). Zudem wird hier viel für die ganze Familie geboten. Gemeinsam mit Angelika Seidler stellte Hucke kürzlich das Angebotsspektrum des Hauses vor.

Neben dem Bistro, das montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist, finden im Erdgeschoss häufig Gespräche zur Lebensberatung statt. In der Jahresbilanz für 2009 sind 250 solcher Kontakte verzeichnet.

Mit Kooperationspartnern ist ein Konzept für Betreuung von Kindern unter sechs Jahren in Arbeit, berichtet Hucke. Drei Krabbelgruppen gibt es bereits, die sich jeweils wöchentlich für zwei Stunden treffen. Außerdem gibt es eine Grundschulkindergruppe, ein stundenweises Betreuungsangebot an Samstagen und das ,,Kinderhotel“ mit Übernachtung im Haus.

In Arbeit ist ein „Leih-Oma“ Projekt. Relativ neu im Angebot ist die Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung, zu der Astrid Freund vom Umstädter Diakoniezentrum montags von 9 bis 12 Uhr einlädt. Geplant ist außerdem, dass auch die Groß-Umstädter Ehe- und Familienberatung und die Jugendberufshilfe ihr Angebot auch auf Zimmern ausweiten. Wie bei vielen anderen Projekten arbeitet das MGH auch in diesem Punkt eng mit der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde zusammen.

„Begegnung von Jung und Alt fördern“

In den Arbeitsbereich von Seidler fällt das Beratungsangebot des VdK, der donnerstags von 15 bis 18 Uhr im Haus beratend tätig ist. Gut angenommen wurde die Seniorenverkehrsschule. Auch Seniorenkino und -tanz werden rege genutzt. Zwar ist die Einrichtung vor allem ein Familienzentrum, aber: „Wir wollen darüber hinaus die Begegnung und das Miteinander von Jung und Alt fördern“, sagt Seidler. Stolz verweist sie auf den ersten intergenerativen Zimmerner Laternenumzug im Spätherbst sowie die intergenerative Ostereiersuche in der Adolph-Kolping-Anlage. Die ist auch Schauplatz des Großprojektes, das sich das MGH für dieses Jahr vorgenommen hat. Im Alten Friedhof soll nämlich im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen, mit Spielgeräten für Jung und Alt, Begegnungs- und Ruhezonen, der unter Beteiligung von vier Seniorengruppen geplant wurde. Offizieller Spatenstich soll noch in diesem Frühjahr sein.

Mehrgenerationenhäuser, auch ,,Leuchtturm-Projekte“ genannt, strahlen in den Landkreis, und mittlerweile hat das Groß-Zimmerner MGH Kooperationspartner in sieben Kreiskommunen.

Inzwischen geht es auch schon mal über die Grenzen Groß-Zimmerns hinaus, indem es in Zusammenarbeit mit der Babenhäuser Kirchengemeinde dort einen Kurs ,,Auskommen mit dem Einkommen“ anbietet.

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