Schelte für die FDP beim Neujahrsempfang der Projektwerkstatt

Ziele, Zahlen und Zank

Zahlreiche Gäste konnte Tobias Lauer (unten links) begrüßen. Foto: sr

Groß-Zimmern (guf) - „In den vergangenen drei Jahren wurden 23 Projekte begonnen, einige davon sind beendet“, verkündete Tobias Lauer von der Projektwerkstatt Groß-Zimmern am Freitag beim Neujahrsempfang in den eigenen Räumen vor rund 50 Gästen.

Ob Nachbarschaftszentrum, Freizeitanlagen, Schulen oder Senioreneinrichtungen, viele konnten von der „Sozialen Stadt“ profitieren.

Rund 1,13 der insgesamt 1,16 Millionen Euro an Fördermitteln wurden ausgegeben, der Gemeindeanteil lag bei rund 260 000 Euro. Auch indirekt habe man über das Bund-Länder-Programm Mittel aus Sonderinvestitions-Töpfen - etwa für Arbeiten an der Mehrzweckhalle oder dem Hallenbad - für die Gemeinde nutzen können. Außerdem kamen Kreisgelder etwa für die Schulhöfe hinzu, so dass die Förderquote bei rund 75 Prozent lag - ein Viertel davon kam von der Gemeinde. „Insgesamt sind so seit 2009 fast zwei Millionen Euro nach Zimmern geflossen“ (Gemeindeanteil 568 000 Euro), so Lauer. Doch nicht nur finanziell habe sich einiges getan. „Seit der Erstellung des Handlungskonzeptes liegt erstmals eine Bevölkerungsstatistik vor“, betonte Lauer. Hier sei erstaunlich, dass entgegen des allgemeinen Trends in Zimmern die Fluktuation im Ortskern am höchsten ist. Die durchschnittliche Wohndauer liegt hier bei nur drei Jahren.

Wichtig seien auch die Gruppen der Menschen mit Migrationshintergrund.

In der Angel- und Dresdener Straße sind es 82, im gesamten Fördergebiet 21,4 Prozent. „Je jünger die Einwohner, desto größer der Anteil derer mit Migrationshintergrund, was Auswirkungen auf Planung der Projektwerkstatt hat.“

Bürgermeister Achim Grimm und die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Katharina Geibel, lobten die Arbeit der Projektwerkstatt und kritisierten scharf das eigenwillige Vorgehen der örtlichen FDP, die wiederholt mit Briefen ans Ministerium und die Kommunalaufsicht gefordert hat, dass das Projektes in Zimmern eingestellt werden sollte.

Edda Haack (Vorsitzende des Diakonischen Werks) hob auch die Bedeutung des Vereins „Bel(i)ebt Groß-Zimmern“ hervor. Damit habe man für eine einzigartige Nachhaltigkeitsstrategie gesorgt.

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