Zimmern von Abfall befreit

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Manfred, Tanja und die fünfjährige Johanna Vogel sind gut ausgerüstet zum Müllsammeln.

Groß-Zimmern - Erstaunliche Schätze förderten die „Müllsammler“ am Samstagmorgen zu Tage. Zu den kuriosesten Gegenständen, die in Zimmern und seiner unmittelbaren Umgebung gefunden wurden, gehörten ein Ceran-Kochfeld, ein Fahrrad, zwei Roller, ein Autoreifen und ein Bobbycar. Von Ulrike Bernauer

Offensichtlich werden gerne fahrbare Untersätze ohne Motor einfach mal eben so entsorgt. Unterwegs waren die Müllsammler im Rahmen der kreisweiten Aktion, bei der Vereine, Schulen und andere Gruppen aufgefordert waren, ihre Kommunen von Abfall zu reinigen. In Groß- und Klein-Zimmern war der Zuspruch sehr gut, rund 40 Sammler trafen sich am Samstagmorgen vor dem Anglerheim. Markus Römermann, bei der Gemeinde für den Umweltschutz zuständig, war gut ausgerüstet. Er verteilte Handschuhe an die Müllentsorger und teilte die Routen ein.

So gingen die grün-schwarzen Herren, die sich spaßeshalber nach ihrer Parteizugehörigkeit ihren Namen gegeben hatten, den Fahrradweg von Klein-Zimmern nach Dieburg ab. Walter Götz hingegen suchte am Brünnchen und am Katzengraben, fand aber erfreulich wenig Müll.

Ein Muss

Das konnten die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), die rund um ihre Schule unterwegs waren, nicht behaupten. Sie fanden etliches an Abfall. Alexandra Wagner (17), Schülerin der ASS begründete ihre Teilnahme an der Aktion ganz klar: „für mich ist das ein Muss, schließlich lebe ich hier und ich will nicht im Müll schwimmen“. Sie war zusammen mit Kindern und Jugendlichen des Offenen Treffs unter der Leitung von Stefan Ehrenstamm unterwegs. Tanja Vogel wurde auf dem Kinderbasar von Astrid Geiß „angeworben“. Sie fand die Idee gut, konnte auch noch ihren Mann Manfred und ihre fünfjährige Tochter Johanna gewinnen.

Mit einer Gruppe begaben sie sich dann zur Grünen Mitte und nachdem diese gesäubert war, noch bis zum Golfplatz. „Besonders viel Müll, vor allen Dingen Zigarettenkippen gab es bei den Bus-Wartehäuschen, obwohl da in der Regel Abfalleimer stehen“, wunderte sich die Zimmernerin nach der Tour. Bevor die Familie aufbrach, fragte sich Johanna, warum man das überhaupt machen müsse. „Wenn alle ihren Müll in die Tonne tun, dann ist das doch gar nicht nötig, dass wir sammeln“. Da kann man der Fünfjährigen nur recht geben. Trotz der auf den ersten Blick nicht gerade verlockenden Arbeit, kamen alle Gruppen bestens gelaunt zum Anglerheim zurück. Dort gab es ein deftiges Mittagessen. So mancher sagte: „Das hat so viel Spaß gemacht, im nächsten Jahr bin ich wieder dabei“.

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