Zimmern ein Stück schöner gemacht

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Einen Garten mit Springbrunnen legte die DPSG im Innenhof des Seniorenheims an.

Groß-Zimmern - „Wir sind hier in der ganzen Gegend am Werkeln“, sagt Felix Solbach. „Im Moment müssen die anderen aber ohne mich auskommen, ich führe schon die ganze Zeit die Leute rum“, fügt er lachend hinzu. Von Jens Dörr

Groß ist das Interesse an der Arbeit von Solbachs Gruppe, der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Groß-Zimmern: Mit 15 weiteren jungen Leuten zwischen 14 und 30 Jahren schafft er nicht nur „Begegnungsorte im Mehrgenerationenhaus“, wie es die ursprüngliche Aufgabe im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für das Wochenende vorgibt. Vielmehr sind die Pfadfinder auch rundherum am Otzbergring fleißig am Schaffen.

Warten auf die nächste Lieferung Steine.

So ist bereits am späten Samstagnachmittag ein Barfußpfad am Parkplatz gegenüber des Evangelischen Kindergartens fertig geworden, der von einigen Mädchen sogleich - wenn auch in Strümpfen - ausprobiert wird. Davor soll auch noch eine Bank aufgestellt werden. Einige Meter weiter verschönern Mitstreiter Solbachs den Innenhofplatz des Pflege- und Seniorenheims. Dort legen sie einen Springbrunnen sowie ein Sonnensegel und einen Garten mit Duft- und Nutzpflanzen an.

Hinter dem Mehrgenerationenhaus ist ein Outdoor-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel entstanden, das ebenfalls schon frühzeitig fertig wurde. Hier wurde wahrlich ein Ort der Begegnung geschaffen. Verbindendes Element zwischen Mehrgenerationenhaus, Kindergarten und Seniorenheim sind derweil Fußstapfen auf den Gehwegen, die die DPSG - mit Zustimmung der Gemeinde - aufgemalt hat.

Einige hundert Meter entfernt gönnt man sich bei der KjG Groß-Zimmern währenddessen ein Päuschen. Das ist allerdings erzwungen, wartet man doch auf die nächste Lieferung Steine. Die benötigt die KjG zur Fertigstellung eines Parkplatzes, der am Gersprenz-Ufer im Bereich „Zwischen den beiden Mühlen“ entsteht. Im Rahmen des Gersprenz-Projekts soll dieser Ufer-Bereich von der Gruppe nämlich umgestaltet werden. Neben dem Parkplatz haben sich die jungen Leute vor allem dem Stutzen des Unkrauts und dem Mähen des Grases am Ufer gewidmet. „Eigentlich wollten wir auch eine Bank aufstellen, da hatten Anwohner aber Bedenken wegen missbräuchlicher Nutzung“, verraten die KjGler, die mit fast 20 Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 21 Jahren an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen.

Doch auch hier finden die engagierten Katholiken eine Lösung: Die Bank wird kurzerhand vor das Grundstück einer Frau gestellt, die sich sehr über das unverhoffte Geschenk freut.

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