Zimmern-Wahl voll im Trend

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Dem Kerbmotto gemäß gingen viele Klein-Zimmerner schon vor dem Kerbumzug zur Wahl.

Groß-Zimmern - Zimmern hat gewählt. Und zwar deutlich weniger eifrig als bei der Bundestagswahl 2005, als die Wahlbeteiligung bei 80,1 Prozent lag. Gestern zog es nur noch 73,5 Prozent der wahlberechtigten Zimmerner zur Urne. Von Laura Hombach

Damit liegt die Gemeinde zwar immer noch um 2,5 Prozent über der mit 71 Prozent zu Buche schlagenden bundesweiten Sensations-Wahlunlust. Dennoch sank damit die Wahlbeteiligung in Zimmern um beachtliche 6,4 Prozent.  Auch bei der Stimmenverteilung auf die Parteien liegen die Zimmerner ganz im Bundestrend.

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Einzig die Liberalen strahlen

Schwere Einbußen musste die SPD einstecken: Hatten ihr 2005 noch 35,6 Prozent der Zimmerner Wähler ihre Stimme gegeben, waren es gestern nur noch 25,1 (-10,5 Prozent). Trend auch, dass die CDU zwar eindeutig stärkste Partei ist, aber dennoch mit 32,5 Prozent (-2,7 Prozent) leichte Einbußen hinnehmen musste. Grund zur Freude hatten dagegen hier wie da FDP, Grüne und Linke. In Zimmern konnte sich die FDP mit einem Ergebnis von 17,4 Prozent über einen Zuwachs von 5,8 Prozent freuen. Die Linke legte um 2,7 Prozent gegenüber der Bundestagswahl 2005, die Grünen um 2,0 Prozent zu. Punkten konnten bei der Wahl in Zimmern die Direktkandidaten von CDU und SPD, beide holten mehr Stimmen, als die Wähler der Partei an sich mit ihrer Zweitstimme zukommen ließen. Für Patricia Lips gab es satte 40,1 Prozent der Stimmen, für die CDU sprangen deutlich weniger, nämlich 32,5 Prozent heraus. Nicht ganz so gravierend der Unterschied bei Detlev Blitz, der 29,9 Prozent der Stimmen erhielt, während die SPD nur auf 25,1 Prozent kam. Ein Teil der Zweitstimmen der Lips-Wähler dürften wohl zur FDP, die der Blitz-Wähler zur Linken und den Grünen gewandert sein.

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