Zimmern zieht mit am Glasfaserstrang

Groß-Zimmern - Breitband mit oder ohne NGA-Zweckverband (Next Generation Access: Zugriff der nächsten Generation) – jetzt hat die Gemeindevertretung entscheiden. Von Gudrun Fritsch

Als eine von aktuell 19 der 21 möglichen Teilnehmerkommunen (wir haben berichtet) haben die Parlamentarier in der Sitzung am vergangenen Dienstag mehrheitlich für die Mitgliedschaft Groß-Zimmerns im zu gründenden Verband gestimmt. Seeheim-Jugenheim votierte zuletzt dagegen, in Münster wurde die Entscheidung aufAnfang 2013 verschoben.

„Wenn wir nicht abgehängt werden wollen, müssen wir jetzt alle am gleichen Strang ziehen“, argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Faust für die Mitgliedschaft. Reiner Raab von den Grünen sagte: „Die Risiken sind sehr groß. Zudem ist Zimmern aus technischer Sicht nicht unterversorgt. Claus Rosendahl (SPD) sieht es zwar kritisch, dass der Bund seiner Aufgabe nicht nachkomme, ausreichenden Bezug für alle zu schaffen, stimmte jedoch ebenfalls für den Beitritt. Die FFA-Fraktion hatte einen Antrag zur Satzungsänderung und Sicherung der Finanzen für den Zweckverband eingebracht (wir haben berichtet). Dieser wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Die Verbandssatzung wurde damit nun von 19 Kommunen und dem Landkreis beschlossen. Vor der Gründung wird sie jedoch noch einmal in geänderter Form von jedem einzelnen Parlament beschlossen werden müssen, unabhängig davon, wie sich Münster entscheidet. Die Abstimmung dort muss allerdings abgewartet werden, weil erst dann die genaue Zahl der Beteiligten feststeht.

Selbst wenn einige Gemeinden nicht mitziehen sollten, mache das nicht viel, hatte Ralf Möller, der das Projekt für den Landkreis koordiniert, bei der Präsentation in Zimmern erklärt. Auch ein großer Zeitverlust entstehe nicht, bis April könnten die verbliebenen Kommunen erneut abgestimmt haben. Dann könnte sich der Zweckverband konstituieren und an die notwendigen Ausschreibungen gehen.

Ende 2013 könnten die ersten Arbeiten beginnen.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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