Bürgerversammlung wegen „größter finanzieller Belastung“

Zirkus um Kindergartenbau

Im Sommer gastiert auf dem Festplatz oft der Zirkus Baldini. Auch für einen Kindergarten wäre der Ort in direkter Nähe zum Familien- und Jugendzentrum gut geeignet. Foto: Häsler

Groß-Zimmern (guf) - Manche mögen das Thema Kinderbetreuung zwar schon nicht mehr hören und ärgern sich über den Zirkus um den notwendigen Kindergartenneubau.

Aber, die steigende Zahl an Kleinen bedeutet nun mal eine „finanzielle Belastung, die wir so noch nicht zu schultern hatten“, sagte Bürgermeister Achim Grimm bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstag.

Intensiv wurden hier Übergangslösungen für die Betreuung der Über-Dreijährigen diskutiert. Doch die sind eigentlich nur ein Teil des Problems, dessen sich die Konferenz zur Zukunft der Kinder- und Jugendbetreuung in Groß-Zimmern angenommen hat. Die von Grimm ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat nun einen gut 20 Seiten umfassenden Entwurf zur Weiterentwicklung der Betreuungsangebote für das zu beschließende Konzept erstellt. Demnach steht dem vorhandenen Angebot von 446 Kindergartenplätzen ein Bedarf von 535 gegenüber.

Die Konferenz schlägt eine schrittweise Entwicklung vor. Bis Januar 2012 sollten zudem etwa die dann bereits vermehrt vorhandenen Kindertagesstätten-Plätze so ausgebaut werden, dass eine Betreuung von Montag bis Freitag in der Kernzeit zwischen 7 und 17 Uhr gewährleistet wäre. Bis August 2012 sollten auch in der Klein-Zimmerner Blumenstraße zehn Kita-Plätze angeboten werden. Bis zum August im Folgejahr sollten 60 neue Ganztags- und 30 Kindergartenplätze hinzu kommen.

Wichtig sei hierbei die Schaffung einer Koordinationsstelle innerhalb der Verwaltung, die als Ansprechpartner und Vermittler fungiert. Auch mit der nachschulischen Betreuung hat sich die Arbeitsgruppe intensiv befasst und setzt sich für eine Erweiterung des Platzangebotes sowie Ausweitung der Zeiten ein.

Während die Oppositionsparteien in der Gemeindevertretung der Meinung sind, man hätte schon längst etwas unternehmen müssen, wies Bürgermeister Grimm darauf hin, dass der Zeitplan für das Konzept und weitere Entscheidungen schon seit langem feststanden.

Um möglichst viele Groß-Zimmerner zu erreichen, hat die SPD beantragt, zu diesem Thema im dritten Quartal 2011 eine Bürgerversammlung einzuberufen.

Diesem Antrag stimmten am Dienstag alle Parlamentarier mit Ausnahme einer Enthaltung zu.

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