Treffen der Seniorenvertreter im Mehrgenerationenhaus

Zugang auch für Menschen mit Behinderung

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Vertreter von Seniorenvereinigungen informierten und diskutierten im Haus Elisabeth.

Groß-Zimmern - Mit Informationen von Bürgermeister Achim Grimm begann die Sitzung der Seniorenvertreter im Haus Elisabeth. Die Gemeinde hat einen neuen Bürgerbus für 40 000 Euro gekauft. Dieser sei gut ausgelastet und werde zu 80 Prozent von Senioren genutzt, sagte er.

Der Bus fährt innerhalb von Groß-Zimmern, Ausnahmen, die allerdings auch vom Landkreis genehmigt wurden, sind zwei Mal in der Woche Fahrten zur Dieburger Tafel und nach Groß-Umstadt zum Kreiskrankenhaus. Auch an anderen Punkten in der Gemeinde soll es für Senioren oder andere Bürger, die nicht mehr so gut zu Fuß sind oder im Rollstuhl sitzen, einfacher werden. Für 30 000 Euro soll in der Mehrzweckhalle in den nächsten Wochen ein Treppenlifter installiert werden. Damit können alle Bürger den Chorraum, der häufig für Vereinssitzungen genutzt wird, erreichen. Auch das Feuerwehrhaus in Klein-Zimmern soll für alle zugänglich gemacht werden. Hier läuft derzeit die Ausschreibung für einen Außenaufzug, der voraussichtlich 70 000 Euro kosten wird. Drei neue Bänke in der Bahnstraße sollen künftig zum Verweilen einladen. Auch das Rathaus, das saniert werden muss, erhält einen größeren Aufzug. Die heutigen Rollstühle passen kaum noch in den vorhandenen Lift hinein.

Beruhigend nicht nur für die älteren, sondern für alle Bürger ist, dass die Hausarztversorgung auch für die nächsten zwei Jahre in der Kreuzstraße gesichert ist. Laut Bürgermeister Grimm erhält Dr. Weimar eine Fest-anstellung und für die im Dezember ausscheidende Dr. Weißenborn gibt’s eine Nachfolgerin. Zudem wird es vor dem Ärztezentrum drei neue Parkplätze geben. Der Rathausplatz und der Parkplatz an der Post sollen für zwei Millionen Euro neu gestaltet werden. Bei einem Zuschuss von 1,3 Millionen muss die Gemeinde einen Eigenanteil von 700 000 Euro tragen.

Bei den Umbaumaßnahmen wird der Rathausplatz mit einem Blindenleitsystem ausgestattet, das nach und nach auf weitere Teile der Gemeinde ausgedehnt werden soll. Thomas Neubecker, Leiter des Hauses Elisabeth, berichtete, dass die Seniorenresidenz voll belegt sei, man könne lediglich noch einen Kurzzeitpflegeplatz anbieten. Nicht nur der Bedarf an Kurzzeitpflege sei groß, sondern auch nach betreutem Wohnen. Marion Thürmer, Vorsitzende der Senioren-Union teilte mit, dass die Vereinigung viele neue Mitglieder gewinnen konnte. Gleiches konnte Willi Steinbeck von den Senioren und Freunden der CDU berichten, die Mitgliederzahl habe sich fast verdoppelt. Auch der VdK hat einen Zuwachs. Jens Neumann vom VdK ist seit neuestem Behindertenbeauftragter der Gemeinde und hat sich bereit erklärt, behilflich zu sein, wenn Antragsformulare bei Schwerbehinderung, für Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Wohngeld oder Kindergeld ausgefüllt werden müssen. Jeden dritten Mittwoch im Monat von 16.30 bis 18 Uhr kann das kostenlose Angebot im Sitzungszimmer des Rathauses (Erdgeschoss) genutzt werden. Das Mehrgenerationenhaus feiert 2017 seinen zehnjährigen Geburtstag, das kündigte Angelika Seidler an.

Eine Ausstellung mit Bildern von Demenzkranken soll aus diesem Jubiläumsanlass zusammengestellt werden. Seidler hat zudem einen Plan, wie Jung und Alt zusammengeführt werden sollen. Acht jugendliche Asylbewerber sollen demnächst einen Rollatorführerschein machen können, um dann älteren Personen im Alltag zur Seite zu stehen. (bea)

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