Konzert in der Kirche

Zupforchester mit „Pirates of Zimmern“

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Sehr jung waren die Musiker des Zupforchesters für dieses anspruchsvolle Konzert.

Groß-Zimmern - Das Publikum hatte sich in seinen hoch gesteckten Erwartungen nicht zu viel versprochen. Begeistert waren die Zuhörer vom Zupforchester der Jugendmusikschule Schorndorf. Die Nachwuchsmusiker spielten überwiegend Gitarre aber auch ein paar Mandolinen waren dabei. Von Ulrike Bernauer

Am Samstagabend gaben die jungen Mitglieder des Zupforchesters, eine Probe ihres Könnens in der katholischen Kirche. Das Spektrum der vorgestellten Stücke war breit. Das Konzert begann mit dem ältesten Stück, Komponist Michael Prätorius lebte bereits im 16. und 17. Jahrhundert. Als Kontrastprogramm durften die Konzertbesucher dann die ungewöhnliche Fassung eines aktuellen Stückes erleben. Mit „Somebody i used to know“ spielten die Musiker ein Lied, das vor kurzem in den Rundfunksendungen rauf und runter gespielt wurde. Nicht nur bei diesem Stück konnten die Zuhörer eine Gesangsbeilage erleben.

Barbara Eberl und Felix Knauer bereicherten mit ihrem Gesang die Stücke des Zupfgeigenorchesters.

Im Duett sangen Barbara Eberl und Felix Knauer. Aber auch die rein instrumentellen Stücke fanden den Beifall des Publikums. Dazu gehörte ein Medley aus Filmmelodien von Komponist Hans Zimmer. Dirigent Michael Wind, der aus Groß-Zimmern stammt und nunmehr seit zehn Jahren das Jugendorchester leitet, hatte sich den Scherz nicht verkneifen können und auf den Programmzetteln geschrieben „The Pirates of Zimmer(n)“. Großen Applaus gab es auch, als eine Zimmernerin zur Unterstützung des Jugendorchesters auftrat. Barbara Wörtche spielte beim Ohrwurm „El Condor pasa“ die Flöte. Schon im Vorfeld hatte Dirigent Wind angekündigt, dass man nicht nur die etwas liebliche Melodie aufgreifen würde, sondern auch den Condor, diesen mächtigen Vogel, bei seinen Streifzügen zu seinem Recht kommen lassen würde. Mal spielte Wörtche die Melodie und mal ließ sie mit ihrer Flöte den gewaltigen Greifvogel über das Ohr vor dem geistigen Auge auferstehen. Ungewöhnlich war das letzte Stück. Angekündigt als „Fantasie über ein chinesisches Volkslied“, bearbeitet von Wind. „Dem Frühling habe ich einen harschen Winter vorausgestellt“, versprach der Dirigent vor diesem Stück. Auch hier griff Wörtche zur Flöte, als fetter Tupfen auf dem I kam noch der Gesang von Sopranistin Sarah Rehberg hinzu. Die 16 Jahre junge Sängerin verblüffte nicht nur durch Stimmschönheit und –gewalt, sondern überzeugte auch durch die Art ihres Vortrags. Drei spanische Lieder von Federico Garcia Lorca gab die Sopranistin ebenfalls zum Besten. Begeistert forderte das Publikum am Ende noch eine Zugabe, die von dem Orchester sowie der Sängerin auch gerne gegeben wurde.

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