35 Jahre Jugendfeuerwehr, 25. Florianstag

Zwei Gründe für ein Fest

Klein-Zimmern (bea) ‐ In rechter Feierstimmung war die Freiwillige Feuerwehr Klein-Zimmern am Sonntag. Sie feierte gleich zwei Geburtstage: zum einen den 25. Florianstag, zum anderen das 35-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr.

„Die Gründung der Nachwuchstruppe war neben seinerzeit dem kirchlichen und sportlichen Angebot die dritte Möglichkeit für Klein-Zimmerner Kinder, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten“, erklärte der Vorsitzende des Vereins Detlev Hilse. Wichtig ist die Jugendwehr für den Verein, weil sich hieraus der Nachwuchs für die Einsatzabteilung rekrutiert. „Es gibt zwar ab und zu Seiteneinsteiger“, sagte Wehrführer Markus Geßner, „aber der Nachwuchs kommt hauptsächlich aus der Gruppe“. Rund 15 Jugendliche üben zurzeit für spätere Einsatzzeiten, wie sie am Nachmittag bei einer Schauübung zeigten.

Nach der traditionellen Totenehrung auf dem Friedhof ging es am Morgen mit einem Novum weiter, einem Gottesdienst am Feuerwehrhaus. Der Pfarrer und Notfallseelsorger Winfried Steinhaus predigte vor einem Altar auf dem neu gestalteten Platz am neuen Gerätehaus. Musikalisch leitete der KKM in den geselligen Teil, den Frühschoppen, über.

Ehrungen gab es am frühen Nachmittag: Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Lothar Geibel geehrt, für 25-jährige Treue Christoph Kaiser, Daniela Köbel, Ingrid Sachs und Ulrich Winkler. Zum ersten Mal ehrte die Feuerwehr auch für zehnjährige Mitgliedschaft, hier rief Hilse sieben Mitglieder nach vorne.

Auch ein Aktiver wurde von Kreisbrandmeister Matthias Maurer-Hardt mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen geehrt. Michael Sachs versieht seit 25 Jahren seinen Dienst in der Wehr.

Jugendwart Mark Czerny freute sich, Nicole Kiefer, Jessica Krieghoff und Leon Lauszat von der Kinder in die Jugend übernehmen zu können. Die präsentierten sich mit einer Übung von ihrer besten Seite. Ein Feuer wurde auf dem angrenzenden Parkplatz angezündet und als es so richtig schön loderte, kam die Jugendfeuerwehr mit zwei Fahrzeugen zum Einsatz. Die zahlreichen Zuschauer waren beeindruckt von der Disziplin und dem guten Ausbildungsstand der jungen Helfer beim Schläucheausrollen und Löschen.

„Ihr seid die Zukunft der Feuerwehr“, hatte Bürgermeister Achim Grimm zuvor den Jugendlichen bestätigt. Die Wehr erfülle Pflichtaufgaben für die Gemeinde und Das Ehrenamt in der Feuerwehr sei sehr wichtig, allerdings auch nicht selbstverständlich. Keine Gemeinde könne auf solche Helfer verzichten, fänden sich keine Freiwilligen mehr, dann müssten Berufswehren eingerichtet werden. „Und das würde uns sehr teuer zu stehen kommen“, so Grimm.

Parlamentsvorsteherin Katharina Geibel zeigte sich beruhigt beim Anblick der zahlreichen Jugendlichen. „Bei euerm Anblick sehe ich, dass es weitergeht mit der Feuerwehr Klein-Zimmern.“

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