H5N8 nachgewiesen

Zwei tote Graugänsen in Zimmern und Reinheim

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Erstmals Vogelgrippe am Stausee Kelbra

Groß-Zimmern - Bei zwei toten Graugänsen in Groß-Zimmern und in Reinheim wurde jetzt der Verdacht auf Vogelgrippe H5N8 bestätigt. Beide Fundstellen waren in der Nähe des Naturschutzgebiets „Reinheimer Teich“.

Hier existieren seit ersten Funden in dieser Woche bereits verkleinerte Restriktionszonen, die entsprechend beibehalten werden. Betroffen von neuen Fällen sind auch der Main-Taunus-Kreis, der Werra-Meißner-Kreis und die Stadt Frankfurt. Bei drei weiteren Wildvögeln wurde hier der Verdacht auf Vogelgrippe H5N8 bestätigt. Es handelt sich um eine Möwe, zwei Graugänse und zwei Höckerschwäne. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Vorbefund des Hessischen Landeslabors (LHL) gestern bestätigt. Insgesamt hat das LHL in Gießen seit Anfang November mehr als 2 900 Proben von Vögeln auf das Virus H5N8 untersucht. Somit gibt es in Hessen 35 bestätigte Fälle des aktuellen Vogelgrippe-Erregers, darunter 34 Wildvögel und ein Rosapelikan aus dem Opel-Zoo. Weitere fünf Wildvögel wurden in vier verschiedenen Landkreisen in Hessen aufgefunden. Im Industriepark Höchst in Frankfurt wurde eine Möwe gefunden. Ein toter Höckerschwan wurde in Flörsheim am Main im Main-Taunus-Kreis entdeckt, der andere am Werratalsee in Eschwege im Werra-Meißner-Kreis. Um den Fundort der verendeten Möwe in Frankfurt werden keine Restriktionszonen eingerichtet, da im entsprechenden Bereich ausschließlich private Haltungen liegen, welche entsprechend klinisch untersucht werden.

Die Veterinärämter des Main-Taunus-Kreises und des Landkreises Groß-Gerau haben beschlossen, dass rund um den Fundort des verendeten Höckerschwans keine Restriktionszone eingerichtet wird. Die im 1000- und 3000-Meter Radius liegenden Betriebe werden in beiden Landkreisen klinisch untersucht. Im Werra-Meißner-Kreis wird um den Auffindungsort des toten Höckerschwans ein Sperrgebiet im Radius von 3000 Metern eingerichtet. Innerhalb dieses Gebietes gibt es 22 Hobbyhalter von Geflügel und zwei gewerbliche Geflügelhalter.

Einer der Betriebe hält 650 Tiere. Die Vögel in den gewerblichen Betrieben sowie in privaten Haltungen werden klinisch untersucht, in den gewerblichen Haltungen werden zudem Proben genommen, um eine Infektion ausschließen zu können. Details zu den einzelnen Schutzmaßnahmen gibt"s bei den jeweiligen Veterinärbehörden der Landkreise. (guf)

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