Zwei von vier „Sinfonhier“

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„Sinfonhier“-Musiker Andreas Schiener, Paul Wucherpfennig, Renate Filip und Gerhard Schlepper (von links).

Groß-Zimmern ‐ Schnell hatten die vier Musikanten von „Sinfonhier“ ihr Publikum im Griff. Das etwas andere Weihnachtskonzert gaben Renate Filip (Akkordeon), Andreas Schiener (Fiedel), Gerhard Schlepper (Saxophon und Trompete) und Paul Wucherpfennig (Gitarre und Gesang) am Sonntagabend im katholischen Pfarrzentrum. Von Ulrike Bernauer

Unter der Rubrik „beschaulich“ konnte man die Stimmung nicht einordnen, eher unter „ausgelassen und fröhlich“. Aber nichts anderes hatten die Zuhörer erwartet, schließlich deutete schon der Name des Konzerts „hessische Woihnacht“ auf die Grundstimmung hin. Wenn man weiß, dass neben dem Zimmerner Schlepper die anderen Musiker in der Weininsel Groß-Umstadt zu Hause sind, dann fällt der doppelte Wortsinn ins Auge.

Schon im letzten Jahr hatte „Sinfonhier“ in Zimmern zugunsten der Orgel gespielt, leichtsinnigerweise hatte Wucherpfennig am Ende des Konzerts versprochen: „Wenn das Geld für das Instrument nicht reichen sollte, dann kommen wir im nächsten Jahr wieder“. Wie alle in Zimmern vermuteten, das gesammelte Geld für die Orgel reicht noch immer nicht. Folglich erhielt der gebürtige Groß-Zimmerner Wucherpfennig einen Anruf vom Orgel-Fördervereinsvorsitzenden Manfred Göbel mit der Bitte um einen neuerlichen Auftritt.

„Guck doch mol, wie´s schneit“

Dass das Konzert im Gegensatz zum vergangenen Jahr diesmal relativ dünn besucht war, dafür hatte „de Paule“ eine einfache Erklärung: „In Frankfurt sind wegen des Winterwetters ganz viele Flüge gestrichen worden, die Leute konnten einfach nicht herkommen.“ „Guck doch mol, wie’s schneit“, das war das richtige Stichwort für diesen Abend, wobei sich die Schneelandschaft draußen so langsam in eine Regenlandschaft verwandelte. Das tat der Stimmung drinnen aber keinen Abbruch. Dicken Applaus erhielten die vier „Woihnachter“ nach jedem Lied, und so einige im Publikum hatte sich im letzten Jahr bereits die CD gekauft und konnten nun so manches Stück mitsingen.

Jetzt lassen wir es uns gut gehen“, diese Ankündigung von Wucherpfennig am Anfang des Konzertes beherzigten die Zimmerner Zuhörer und zwar nicht so recht besinnlich, aber dafür ordentlich in Stimmung traten sie nach gut zwei Stunden den Heimweg an.

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